1. NRW
  2. Städte
  3. Wermelskirchen

Wermelskirchen: Flut: DLRG sammelt, THW im Einsatz

Wermelskirchen : Flut: DLRG sammelt, THW im Einsatz

Nach der Hilfe durch DRK und DLRG im Hochwassergebiet rund um Magdeburg sind nun auch Helfer des THW-Ortsvereins Wermelskirchen angefordert worden. "In der Nacht zu Sonntag sind fünf beruflich kurzfristig verfügbare Helfer des Ortsvereins ausgerückt, um mit weiteren 250 Freiwilligen aus dem Raum Bielefeld in Magdeburg die Einsatzkräfte zu unterstützen", teilte Ortsbeauftragter Björn Zanger gestern mit.

Das THW habe die Zahl seiner freiwilligen Helfer am Wochenende kurzfristig noch einmal auf rund 2200 verdoppelt, es ist inzwischen in sämtlichen Hochwasser-Gebieten zwischen Bayern und Mecklenburg-Vorpommern im Einsatz, berichtete Zanger.

Die sechs Wermelskirchener Taucher und Strömungsretter der DLRG, die am Sonntagabend losgefahren waren, kümmern sich seit ihrer Ankunft primär um die Sicherung der Deiche, sagte Thorsten Behnke, Sprecher des DLRG-Ortsvereins. Sie legen an bedrohten Deichen in drei bis sechs Meter Wassertiefe großflächige Planen aus und beschweren diese mit Sandsäcken, um die Deiche stabil zu halten und vor dem Druck des Wassers zu schützen. Auch in der Nacht zu Montag haben die Helfer laut Behnke durchgearbeitet, erst gestern Mittag gab es eine Ruhepause. In Magdeburg sei aktuell zudem auch ein Luftretter aus Leichlingen im Einsatz, um beim Abladen der Sandsäcke zu helfen.

Insgesamt sind aktuell 17 ehrenamtliche DLRG-Helfer aus Wermelskirchen in der Hochwasserregion, mehr als 40 Freiwillige aus dem gesamten Rheinisch-Bergischen Kreis.

  • Übernahmen am Samstag das Umladen der
    Sammel-Aktion des Wermelskirchener Roten Kreuzes : DRK verzeichnet magere Altkleider-Ausbeute
  • Verabreicht wurde das Vakzin von Johnson
    Corona-Pandemie : Haaner DRK-Helfer bei mobilen Impfungen
  • Die Geehrten erhielten Urkunden und Präsenttüten.
    Niederkrüchten : DRK dankt Blutspendern

Erfreulich: Gestern erhielt Thorsten Behnke erste Sachspenden für die betroffenen Flutopfer. "Wir haben einen großen Karton mit Teddybären für die Kinder geschenkt bekommen", berichtete der 35-jährige DLRG-Sprecher, der sich über weitere Geld- oder Sachspenden freuen würde.

In den nächsten Tagen soll sich ein Transporter mit Sachspenden auf den Weg ins Hochwassergebiet machen. "Zur Not nehme ich mir einen Tag Urlaub und fahre selbst mit einem Wagen nach Magdeburg", sagte Behnke. Spendenwillige Wermelskirchener können entweder per E-Mail (wermelskirchen@nordrhein.dlrg.de) Kontakt zu Thorsten Behnke aufnehmen oder direkt über die Internetseite der DLRG (www.dlrg.de) Geld spenden.

Wilfried Fischer, stellvertretender Brandmeister des Oberbergischen Kreises, teilte gestern mit, dass sich 100 Kräfte aus dem Rheinisch-Bergischen Kreis und Leverkusen zusammen mit 60 Helfern aus Oberberg auf den Weg in den Landkreis Stendal (Sachsen-Anhalt) gemacht haben, um dort zu helfen. Die Leitung hat Wolfgang Weiden, Brandmeister des Rheinisch-Bergischen Kreises. Die Helfer sollen bis Freitag vor Ort bleiben.

(RP/ac)