Wegberg: SPD-Antrag zu öffentlich gefördertem Wohnraum und dessen Verankerung in künftigen Bebauungsplänen

Bebauungspläne künftig in Wegberg anpassen : SPD-Antrag zu mehr gefördertem Wohnraum

Neue Bebauungspläne in Wegberg mit Quote versehen.

Wegbergs SPD-Fraktion beantragt, bei neu zu verhandelnden Bebauungsplänen angemessene Quoten für öffentlich geförderten Wohnraum und sonstigen Mietwohnungsbau zu berücksichtigen. Zwar sei der Wohnungsmarktstudie des Kreises Heinsberg zu entnehmen, dass für Wegberg zurzeit kein aktueller, dringender Bedarf an preiswertem oder öffentlich gefördertem Wohnungsbau besteht. In der Zukunft werde jedoch auch in Wegberg bezahlbarer Mietwohnungsbau benötigt, argumentieren die Sozialdemokraten. So zeige die Studie auf, dass Ein- und Zweipersonenhaushalte, besonders im Bereich der älteren Bevölkerung, einen Großteil der Wohnungssuchenden ausmachen werden. Aber auch für junge Familien sollte ausreichend preiswerter Mietwohnungsbau zur Verfügung stehen.

In Wegberg gibt es laut Wohnungsmarktstudie eine ganze Reihe von öffentlich geförderten Wohnungen. Zurzeit sind es 337 Wohnungen. Im Laufe des Jahres werden 44 neue Wohnungen hinzukommen, was in der Wohnungsbaustudie noch nicht berücksichtigt werden konnte. Für 2019 bedeutet das eine Steigerung um 13 Prozent.

Die SPD hält es für sinnvoll, jeweils anlassbezogen, bedarfsorientiert und quartiersbezogen die Möglichkeit von öffentlich gefördertem und weiterem Mietwohnungsbau zu prüfen. Dies könne – auch für die Verwaltung arbeitsökonomisch sinnvoll – anlässlich neu zu beratender Bebauungspläne unter Berücksichtigung der Ergebnisse des Masterplans und der Wohnungsmarktstudie des Kreises geschehen.

(hec)
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