William Whitaker beim Turnier des RFV Dülken in glänzender Form

Reiten : Engländer bringt Dülkener Turnier Glanz

Der international erfahrene William Whitaker zeigte sich auf der Anlage des RFV Dülken-Viersen stark. Im S*-Springen war er gleich mit mehreren Pferden in der Siegerrunde vertreten. Aber auch heimische Reiter überzeugten.

Gut verlief das große Sommerturnier des Reit- und Fahrvereins Dülken-Viersen in der Schirick bei tollstem Pferdesportwetter. „Wir haben volles Haus“, sagte freudestrahlend Carsten Conrads, 1. Vorsitzender des Reit- und Fahrvereins Dülken-Viersen, als das S*-Springen mit Siegerrunde mit großer Verspätung anfing. Er freute sich, dass zum eigenen Hindernismaterial für den Parcours zwei neue Sprünge hinzugekommen waren - mit Hilfe der Viersener Unternehmen Hören-Bau und Gerüstbau Schürzeberg.

Carsten Conrads stellte fest: „Unsere schweren Springen haben sogar eine internationale Note durch den Engländer William Whitaker und den Niederländer Rens Spreuwenberg.“ Und so wurde aber international erfahrene 29-jährige William Whitaker (Eschweiler Pferde SV), vielfacher Europameister der Junioren und Jungen Reiter, zum Star der zweitätigen Pferdeleistungsschau. Der Neffe der berühmten Springreiter John Whitaker und Michael Whitaker ritt vorige Woche noch in Monaco und vorigen Donnerstag bei den Rheinischen Meisterschaften in Langenfeld. Der Sohn von Ian Whitaker und dessen Frau Alison ist der Cousin der ebenfalls im Sport hoch erfolgreichen Springreiter Robert Whitaker und Ellen Whitaker und der große Bruder von George Whitaker, der ebenfalls erste Erfolge im Springsattel sammelt.

Das Dülkener S*-Springen mit Siegerrunde, das mit 1500 Euro dotiert war, war kein Zuckerschlecken. Die zwölf Hindernisse beziehungsweise 14 Sprünge hatten Höhen zwischen 1,40 und 1,45 Metern. Der Parcours auf dem gut präparierten Boden belief sich auf 480 Meter. Eine Attraktion war ein nicht überbauter Wassergraben, der 2,80 Meter lang war. Obwohl der selten ist, hatte kaum ein Reiter dort Probleme. Eine weitere Raffinesse war eine dreifache Sprung-Kombination quer über die Hindernisbahn. Sechs Reiter erreichten schließlich die Siegerrunde, die aus acht Sprüngen bestand. Den Normalumlauf meisterte William Whitaker ohne Abwurf, und das gleich mit Chacco Top, RMF Hortensia und RMF Retro, das schaffte auch Kevin Kuwertz (RF Gut Böckemeshof) mit London. Kuwertz ritt auch die Siegerrunde ohne Abwurf in 48,64 Sekunden. Die konterte Whitaker mit Chacco Top in der Rundenzeit von 45,28 Sekunden und stand somit als Sieger fest. Als letzter Starter leistete er sich mit RMF Hortensia ebenfalls keinen Abwurf, konnte aber seine eigene Zeit mit 47,48 Sekunden nicht mehr toppen.

Groß war die Freude auch bei Vanessa Zerressen vom RFV Dülken-Viersen. Sie schaffte mit Etoo nach einem zweiten Platz im L- auch noch einen dritten Platz im M-Springen. „Das war ihr erstes M-Springen und gleich eine so tolle Platzierung“, meinte Carsten Conrads. Die S*-Dressur entschied die einstige zweifache Mannschafts-Europameisterin Louisa Lüttgen (ARC Bonn) auf Damons‘ Dream mit 67,698 Prozentpunkten vor Alissa Reisch (Neuss-Grefrather RC) mit Franka M (66,984) und Marcel Wolf (RV Geilenkirchen) mit Alvaro auf den Plätzen zwei und drei. „Wir sahen ein gutes Niveau und tolle Pferde, die auch Fehler machen“, sagt Wertungsrichterin Renate Rahmen, die aus ihrem Blickwinkel der Siegerin nicht ihre Höchstnote gab, sondern der Neunten Sabine Nobis von der Reit- und Fahrgemeinschaft Vinn mit Fabio.

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