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CDU-Fraktion stellt im Rat den Antrag dazu. Dadurch sollen Alternativen zum Auto geschaffen werden.

Viersen : Stadt soll Zukunftsnetz Mobilität beitreten

CDU-Fraktion stellt im Rat den Antrag, die Stadt Viersen soll Mitglied im Zukunftsnetz Mobilität NRW werden.

Für die CDU haben Fraktionsvorsitzender Stephan Sillekens und Ratsmitglied Jürgen Moers einen Antrag unterschrieben, in dem die CDU-Ratsfraktion beantragt, die Stadt Viersen solle Mitglied im Zukunftsnetz Mobilität NRW werden. Es reiche nicht, das bestehende, auf das Auto („motorisierter Individualverkehr“) ausgerichtete Mobilitätskonzept zu verbieten, es müssten dazu Alternativen geschaffen werden. Und diese seien sowohl planerisch als auch finanziell in der Umsetzung eine Herausforderung. Hierfür müsse sich die Stadt Unterstützung sichern. „Die Stadt Viersen muss sich auf den Weg machen, um den Bürgern alternative Mobilitätsangebote zu ermöglichen“, schreiben Sillekens und Moers in ihrem Antrag.

Das vom Land unterstützte Zukunftsnetz Mobilität NRW liefere den Kommunen genau die Unterstützung, „um neue Wege zu lebenswerten Städten zu finden, umzusetzen und für eine gesicherte Mobilität auch im ländlichen Raum zu sorgen.“ Das Netzwerk will den öffentlichen Personennahverkehr stärken, aber ebenso Carsharing, Fahrgemeinschaften, Radfahren und Zufußgehen. Diese Mobilitätsangebote sollen vernetzt werden, um zu einem nachhaltigen Verhalten einzuladen.

Durch vier regionale Koordinierungsstellen, die bei den Verkehrsverbünden angesiedelt sind, erhalten Kommunen durch Beratung und Begleitung eine wichtige Unterstützung, um eine zukunftsfähige Mobilität zu schaffen. Dabei sollen besonders für Kinder, Senioren und die Wirtschaftsunternehmen praxisorientierte Angebote entwickelt werden. Die beiden CDU-Politiker betonen, dass die Mitgliedschaft im Zukunftsnetz kostenlos sei. Als Mitglied sei man bestens vernetzt und erfahre Möglichkeiten der Förderung, „die ausdrücklich Mitgliedern im Zukunftsnetz vorbehalten ist.“

Das Netzwerk startete 2016 mit 57 Mitgliedern. Heute sind 176 Städte, Gemeinden und Kreise in NRW Mitglied dieses Netzwerkes, darunter in unmittelbarer Nachbarschaft Mönchengladbach und Krefeld. Im Kreis Viersen ist bisher nur die Stadt Willich dort Mitglied. Angebunden ist das Netzwerk an das Landesministerium für Verkehr und wird von der Unfallkasse Nordrhein-Westfalen unterstützt. Direkte Kooperationspartner der Mitglieder sind die Verkehrsverbünde.

Auf seiner Homepage wirbt das Netztwerk für eine verkehrsmittelübergreifende Vernetzung aufeinander abgestimmter Mobilitätsangebote, um Verhaltensänderungen anzustoßen, Autoverkehre zu vermeiden und Belastungen zu verringern. Die Kombination verschiedener Mobilitätsangebote sparten Platz, seien schonender für die Umwelt und kostengünstiger für Kommunen und Nutzer.

(hb)