1. NRW
  2. Städte
  3. Viersen

Blauzungenkrankheit in Rheinland-Pfalz: Auch Kreis Viersen jetzt Sperrzone

Ausbruch in Rheinland-Pfalz : Blauzungenkrankheit – Kreis Viersen wird Sperrgebiet

Nach einem Ausbruch der Blauzungenkrankheit bei einem Rind in Rheinland-Pfalz ist ab dem 11. Februar auch der Kreis Viersen Sperrgebiet. Was Halter von Wiederkäuern jetzt beachten müssen.

Dass bei einem Rind in Rheinland-Pfalz die Blauzungenkrankheit festgestellt wurde, wirkt sich auch auf den Kreis Viersen aus: Weil er sich innerhalb eines 150-Kilometer-Radius um den betroffenen Eifelkreis Bitburg-Prüm befindet, wird er von Donnerstag, 11. Februar an, zum Sperrgebiet erklärt. „Grundlage ist die Verordnung zum Schutz gegen die Blauzungenkrankheit“, erläutert Kreis-Sprecherin Anja Kühne. „Der Erreger ist jedoch für den Menschen und andere Tiere nicht gefährlich, auch Fleisch- und Milchprodukte erkrankter Tiere können bedenkenlos verzehrt werden.“

Die Blauzungenkrankheit ist nach Angaben des Kreises eine virusbedingte, meist akut verlaufende Krankheit der Rinder, Schafe und Ziegen und zählt zu den bekämpfungspflichtigen Tierseuchen. Empfänglich für das Virus, das durch Stechmücken übertragen wird, sind alle Wiederkäuer (zum Beispiel auch Dam-, Rot- oder Sikawild, auch in Gehegen, Lamas oder Alpakas). Halter von Wiederkäuern, die ihre Tiere noch nicht beim Veterinär- und Lebensmittelüberwachungsamt gemeldet haben, müssten diese Meldung nun umgehend vornehmen, sagt Kühne. Sollen Wiederkäuer aus dem Sperrgebiet gebracht werden, gelten dafür ebenfalls vom 11. Februar an besondere Bestimmungen. Diese sind auf der Internetseite www.kreis-viersen.de aufgeführt. Das Veterinäramt des Kreises Viersen empfiehlt, Tiere, die sich mit der Blauzungenkrankheit anstecken können, vom Hoftierarzt impfen zu lassen. Das biete einen Schutz vor der Erkrankung und erleichtere den Transport von Tieren aus dem Sperrgebiet.

(naf)