Solingen: Kläranlage Burg aufwendig saniert

Wupperverband schließt Arbeiten ab : Kläranlage Burg aufwendig saniert

Der Wupperverband hat in den vergangenen fünf Jahren die Kläranlage in Unterburg unter laufendem Betrieb auf den neuesten Stand der Technik gebracht. Die Bauarbeiten sind nun abgeschlossen, investiert wurden 9,3 Millionen Euro.

„Die Zielsetzung war, dass die Anlage im Zuge einer umfassenden technischen Sanierung auch auf unterschiedliche Zulaufmengen aus dem Einzugsgebiet angepasst wird und noch energieeffizienter arbeitet“, teilt der Wupperverband mit. Im Bereich der mechanischen und biologischen Reinigungsstufen wurde die Maschinen- und Elektrotechnik sowie die elektronische Mess-, Steuer- und Regeltechnik erneuert. Neu installierte Leitwände in diversen Becken führen zu einer angepassten Betriebsführung an die vorherrschenden Zulaufbedingungen und Auslastung der Kläranlage. Außerdem hat der Wupperverband die Nachklärbecken und die Schlammeindickung optimiert.

Seit 1980 wird auf der Kläranlage aus dem im Faulbehälter anfallenden Klärgas Strom erzeugt. Im Zuge der Sanierung wurde ein neues Blockheizkraftwerk installiert. Mit dem werden pro Jahr rund 2,4 Millionen Kilowattstunden Strom aus Klärgas erzeugt. Das entspricht in etwa dem Jahresverbrauch von 600 Vier-Personen-Haushalten. Durch das gesamte Maßnahmenpaket verbraucht die Kläranlage nun jährlich rund 600.000 Kilowattstunden weniger an Strom als zuvor. Rund 90 Prozent des benötigten Stroms wird nun auf der Kläranlage selbst erzeugt.

In der Kläranlage Burg werden pro Jahr rund 6,7 Millionen Kubikmeter Abwasser gereinigt. Angeschlossen sind Ortsteile der Städte Solingen, Remscheid, Wermelskirchen und Leichlingen. Die Anlage ging 1962 in Betrieb. In den Jahren 1977 bis 1980 wurde sie zu einer biologischen Kläranlage ausgebaut. Ein weiterer großer Meilenstein war laut Wupperverband der Ausbau in den Jahren 1997 bis 2002.

(red)
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