Handball-Bundesliga: Konkurrenz hat Bergischer HC mehr im Blick

Handball-Bundesliga : Die Konkurrenz hat BHC mehr im Blick

Handball-Erstligist Bergischer HC geht mit dem Ziel in die am Donnerstag bei der HSG Nordhorn-Lingen beginnende Saison, die eigene Spiel-Philosophie weiterzuentwickeln. In der vorigen Spielzeit sprang so Tabellenrang sieben heraus.

Die Frage nach dem Saisonziel ist bei einer Pressekonferenz vor dem ersten Spieltag obligatorisch.  Medienvetreter, die den Bergischen HC über Jahre begleiten, wissen jedoch, dass es weder vom Trainer noch von einem der Geschäftsführer eine Platzierung oder eine Tabellenregion als konkrete Antwort geben wird.

Unausgesprochen bleibt der Klassenerhalt, mit dem Löwen-Chefcoach Sebastian Hinze bekanntlich mehr als zufrieden wäre, wenn dieser frühzeitig gesichert wäre. „Sportlich steht über allem die Weiterentwicklung der Spiel-Philosophie“, erklärt Jörg Föste, BHC-Geschäftsführer Sport. Diese hat den BHC in der vergangenen Saison sensationell auf Tabellenrang sieben der Handball-Bundesliga katapultiert.

Ein Erfolg, der nur noch in der Statistik einen Wert hat. „Es geht wieder neu los, und wir stehen wie alle anderen 17 Mannschaften bei null Punkten“, sagt Jörg Föste, der lediglich davon ausgeht, dass „man uns nun nach der vorigen Saison mehr im Blick hat“. Es lasse sich nur nicht beantworten, ob das bedeute, dass die Konkurrenz mit mehr Respekt  in die Spiele gehen wird oder sich besser auf die Duelle mit dem Bergischen HC vorbereitet.

Nach Abschluss einer nur rund fünfwöchigen Vorbereitung sowie dem mit Siegen gegen die TGS Pforzheim und den HC Elbflorenz Dresden vollzogenen Einzug ins Achtelfinale des DHB-Pokals starten die Löwen am Donnerstag, 22. August, bei der HSG Nordhorn-Lingen in die neue Saison. „Wir stehen noch nicht dort, wo wir stehen wollen“, bilanziert Sebastian Hinze. Aber das gehe den anderen Erstliga-Teams zum jetzigen Zeitpunkt genauso. Eine Erkenntnis: „Alle Jungs verstehen, wie wir Handball spielen wollen“. Woche für Woche werde er den Lernprozess vorantreiben – „hoffentlich in Kombination mit positiven Ergebnissen, damit wir in Ruhe arbeiten können“.

Eines der Ziele der Vorbereitung war es, die Teamkultur zu stärken. Dazu gehören Faktoren wie große Disziplin, hohe Selbstorganisation oder persönlicher Ehrgeiz. „Die Neuen haben all das bereits übernommen“, zeigt sich Sebastian Hinze zufrieden. Bei Ragnar Johansson und Sebastian Damm hat sich das auch auf dem Spielfeld gezeigt, indem sie im Erstrunden-Pokalduell gegen die TGS Pforzheim (35:23) als erfolgreichste Torschützen in Erscheinung traten. Tomas Mrvka fehlte in den ersten beiden Pflichtspielen, weil er an der Hand genäht werden musste. Der Keeper wird auch in Nordhorn nicht zwischen den Pfosten stehen können.

Sebastian Hinze hat mit seinem Team im DHB-Pokal das Achtelfinale erreicht. Foto: Meuter, Peter (pm)

Lediglich zwei Trainingstage bleiben Sebastian Hinze, um seine Mannschaft auf die Partie beim Aufsteiger einzustellen. „Und es gibt eine Menge vorzubereiten, weil die eingespielten und mit hohem Tempo agierenden Nordhorner über eine Vielzahl an Angriffsoptionen verfügen“, sagt der Coach. Er erwartet ein deutlich attraktiveres Handballspiel als zuletzt die Pokal-Duelle, in denen beide Gegner diszipliniert aufgetreten sind und das Tempo herausgenommen haben.

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