756 Läufer beim Sengbach-Talsperrenlauf am Start

Sengbach-Talsperrenlauf : Läufer bewältigen den berüchtigten Berg

756 Läufer gingen am Sonntag beim Sengbach-Talsperrenlauf an den Start. Der Lauf ist für seine anspruchsvolle Strecke bekannt.

Erschöpft und die Beine voller Dreck und Matsch – Tim Dally lief etwas erschöpft, doch sehr glücklich durchs Ziel. Der 34-Jährige hatte den Landschaftslauf um die Sengbach-Talsperre soeben beendet. Insgesamt liefen bei der 44. Auflage des Sengbachlaufs 756 Menschen die teilweise bergige Strecke in sechs Distanzen.

Die meisten hatten sich dabei zugetraut, eine Runde durch den Wald, am Gewässer vorbei und die Berge hinauf und wieder herab zu absolvieren. Der Landschaftslauf ist als einer der schönsten in der Region bekannt, hat einen ausgezeichneten Ruf weit über eben diese hinaus. So reisen Läufer extra an, um den berüchtigten Berg am Ende der Strecke vor Start und Ziel zu bewältigen.

An dem Anstieg werden die Gesichter dann schnell ernster und etwas kämpferisch. Für Tim Dally, der die Halbmarathondistanz von 21,1 Kilometern gewann, ist der Anstieg aber so etwas wie sein bester Freund. „Das liegt mir einfach“, sagte der Mann, der gerne in den Alpen läuft. Erst vergangene Woche habe er dort bei einem Lauf in der Schweiz rund 2000 Höhenmeter bezwungen.
Dass der Rennsonntag unglaublich verregnet daherkam, störte weder ihn, noch einen der anderen Teilnehmer. Organisatorin Magred Knigge erläuterte, es gebe viele Läufer, die sehr gerne im Regen liefen. In der Tat bekam das Laufen durch die von oben herabprasselnden Regentropfen eine leicht kämpferische Note. Der Boden war ein wenig schlammig, die Bäume wogen sich im Wind hin und her.

Gleichwohl, so wunderbar das Ambiente auf viele Läufer und Zuschauer auch wirkte, die Nachmeldungen liefen weniger gut,  als es sich der Lauftreff des TV Witzhelfen erhofft hatte. Das jedenfalls bekannte Leiter Bernd Munk. „Der Regen hat uns sicher rund 100 Läufer gekostet.“

Wie dem auch sei: finanziell soll sich die Veranstaltung dennoch erneut gelohnt haben, vermutete er. Dass es den Läufern gefallen hatte, steht aber über allem. Schließlich lebt der Lauf und seine Teilnehmerzahl auch und vor allem durch Mundpropaganda. Die nämlich lockt immer wieder neue Teilnehmer aus immer wieder neuen Ecken Deutschlands an.

So hatte auch der Siegerländer Tim Dally vom Sengbachlauf erfahren. Ein kurzer Blick auf die Uhr: 1 Stunde, 18 Minuten für knapp über 21 Kilometer. Das machte den 34-Jährigen zufrieden. „Gerade im Sommer gibt es nicht so viele schöner Bergläufe. Die Landschaft, die Strecke – das ist wirklich schön hier“, betonte der Neuling und kündigte an: Wenn es in den Trainingsplan passt, werde er wohl sehr gerne wiederkommen.

Mehr von RP ONLINE