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Rommerskirchen: SPD und UWG kritisieren Studie zur B 59n

Rommerskirchen : SPD und UWG kritisieren Studie zur B 59n

Wie von ihr angekündigt, hat die "Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft" den geplanten Weiterbau der Umgehungsstraße B 59n inklusive der Ortsumgehung Sinstedens in ihren "Verschwendungsatlas" aufgenommen und dies Dienstag online gestellt (http://dasrichtigetun.de/index/steuern_finanzen/sparen/verschwendungsatlas.html).

In dem Artikel nennt die Initiative die 2009 vom BUND in Auftrag gegebene Studie der Allgemeinen Verkehrsaufklärung Korschenbroich als ihre wichtigste Quelle. Statt des 5,1 Millionen Euro kostenden Weiterbaus der Trasse genügten Lärmschutzmaßnahmen, die nur 500 000 Euro kosteten, lautet das Fazit. Es stützt sich darauf, dass die Verkehrsbelastung Sinstedens entgegen voriger Prognosen nicht zugenommen habe, sondern leicht gesunken sei.

Scharfe Kritik an der INSM üben SPD und UWG: Martin Mertens, SPD-Fraktionschef, vermisst bei den B 59n-Gegnern den Aspekt der Verkehrssicherheit: "Wenn täglich hundert 40-Tonner durch den Ort donnern, ist das eine Gefahr insbesondere für Kinder und alte Menschen."

Dies gilt Mertens zufolge umso mehr als es "seit dem Bau der B 59n um Rommerskirchen nach Anwohnerangaben noch mehr Lastwagen geworden sind." Im Übrigen ist die INSM für den Sozialdemokraten "eine sehr fragwürdige Gesellschaft."

Auch die UWG spart nicht mit Kritik. Die Fraktionsvorsitzende Ulrike Sprenger und der Sinstedener UWG-Vertreter Carlos Ximénez-Carrillo halten der INSM vor, sich nie vor Ort kundig gemacht zu haben.

"Niemand dieser noblen Damen und Herren aus den oberen Etagen von Banken, Wirtschaftberatern und Arbeitgebern würde mit einem Anwohner der Grevenbroicher Straße in Sinsteden tauschen und sich täglich den Lärm von mehr als 13 700 Fahrzeugen, also stündlich 570 und minütlich 9,5 Autos, Motorrädern und LKW anhören", so Ximénez-Carrillo.

Seit es die Umgehung gebe, habe "insbesondere der Lastwagenverkehr dramstisch zugenommen", sagt der Sinstedener. Ulrike Sprenger erwartet, dass das Versprechen des Landesbetriebs den Sinstedener Bürgern gegenüber schnellstens umgesetzt wird.

(NGZ/rl)