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Mönchengladbach: Initiative Altstadt plant neue Projekte

Tag der Nachbarn am 28. Mai in Mönchengladbach : Die Pläne der Initiative Altstadt

Der neue Vorstand der Initiative Altstadt traf sich zum digitalen Austausch. An Vorschlägen mangelt es nicht. Verschiedene Akteure stellten Ideen und Projekte vor – auch Blumenkübel spielen eine Rolle.

Der Vorstand der Initiative Altstadt  hatte Mitglieder und Interessierte zu einer offenen Vorstandssitzung eingeladen. In einer sachlichen und respektvollen Atmosphäre wurden verschiedene Projekte vorgestellt, Pläne geschmiedet und diskutiert.

Tag der Nachbarn Die Stiftung nebenan.de initiiert und fördert bundesweit den Tag der Nachbarn. Marius Müller, Stadtteilkoordinator für die Altstadt, warb für die Teilnahme an der Aktion, die durch die Öffentlichkeitsarbeit der Stiftung auch werbewirksam ist. An Ideen mangelt es der Altstadtinitiative nicht: Der Jugendclub Haus Westend wird sich beteiligen und Beete mit Wildsamen anlegen, eine Altstadtschnitzeljagd wird angeboten. Die Idee von Ann-Kathrin Stelter, eine temporäre Fahrradstraße mit Kreidespuren und Blumenampeln an den Lichtmasten zu gestalten, wurde begeistert aufgenommen. Der Tag der Nachbarn wird am 28. Mai ab dem Nachmittag stattfinden.

Bereits eine Woche vorher, am 22. Mai, so beschloss die Initiative Altstadt, wird der Fassadenanstrich des legendären, von Günther Netzer betriebenen, „Lovers‘ Lane“, fertiggestellt werden.

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Geropark In die Diskussion um die Neugestaltung des Geroparks ist die Initiative Altstadt bereits seit längerem einbezogen. Thomas Hoffmann begleitet die Planungen. Er berichtete, dass es gelungen sei, die Zahl der zu fällenden Bäume zu reduzieren, doch werde noch viel an altem Baumbestand zerstört werden.

Seine Idee: „Eine Markierung der neuen Wege vorzubereiten, um den Konflikt zwischen dem Baumbestand und den geplanten Wegen zu kennzeichnen“, um damit auf die Problematik aufmerksam zu machen. Er erklärte zudem, dass die Kosten für das Gutachten der Baumsachverständigen von „Tante Leni“ übernommen worden sei – ein Zeichen der Solidarität der in der Altstadt ansässigen Gruppierungen.

Stephan Rüland berichtete von der Idee der Planungsgruppe, den Park zu bewirtschaften: Spielgeräte sollten ausgeliehen, Sitzmöglichkeiten geschaffen und in einem „Nachbarschaftskiosk“ Getränke angeboten werden können. Als Träger für den Kiosk, so Rüland, sei „eigentlich die Kulturküche vorgesehen gewesen“. Dies sei jedoch wegen der aktuellen Umstrukturierung der Kulturküche derzeit nicht möglich. Die Entscheidung solle daher verschoben werden.

Zum Hintergrund: In der Kulturküche gibt es nach der Abberufung von Geschäftsführer Norbert von Dahlen Ungewissheit über die personelle Zukunft. Die prägenden Akteurinnen der Kulturküche, Hannah von Dahlen und Lara Valasamidis, treten seit Anfang des Jahres nicht mehr in Erscheinung.

Klaudia Rudat, eine der beiden neuen Geschäftsführer des Intres-Vereins, Träger der Kulturküche, nahm an der Vorstandsitzung der Altstadtinitiative teil. Sie sagte der Initiative alle Unterstützung bei geplanten Projekten zu.

Köntges Stephan Rüland teilte mit, dass die Stadt die Nutzung des Köntges auch in Zukunft unterstütze, jedoch ein weiteres Gespräch notwendig und eine Entscheidung erst im Sommer zu erwarten sei. Rüland schilderte die Idee, aus dem Köntges nicht nur eine Anlaufstelle für kulturelle Angebote, sondern darüber hinaus einen Bürger- und Nachbarschaftstreff zu entwickeln.

Projekt Altstadt Marco Raspe, Club der Wirte, schlug eine Kooperation zwischen dem Club der Wirte und der Altstadtinitiative vor. Um die Aufenthaltsqualität in der Altstadt zu optimieren, soll mit dem durch die Aktion „Ein Herz für unsere Altstadt“ durch Edeka Endt gesammelten Geld die Altstadt mit 160 Blumenampeln und bis zu 15 Blumenkübeln bestückt werden. Benötigt wird Hilfe sowohl bei der Aufstellung der Pflanzen als auch bei ihrer Pflege. Brigitte Vieten als Vertreterin der Kolpingsfamilie bot spontan Unterstützung an.

Treppe Die Idee einer farblichen Neugestaltung der Treppe neben dem Dicken Turm wurde diskutiert. Die Bezirksvorsteherin Monika Halverscheidt begrüßte das Projekt und lud in das „Altstadtlabor“ ein, um die Idee vorzustellen und mehr Interessierte zu erreichen.