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Rommerskirchen: Tennisboom in Hoeningen

Rommerskirchen : Tennisboom in Hoeningen

Mit fast 70 Teilnehmern hat der Tennisverein Hoeningen bei seinem zweiten Camp in diesen Ferien einen neuen Rekord aufgestellt. Neben den Kindern gewinnen zunehmend auch deren Eltern Geschmack am Tennis.

Tennis erlebt einen noch vor einigen Jahren ungeahnten Boom in Hoeningen: Auf gerade einmal 85 Mitglieder war der örtliche Tennisverein (2005) zusammengeschrumpft — mittlerweile sind es 140. Der Zuwachs ist nicht zuletzt auf die seit 2006 abgehaltenen Sommercamps zurückzuführen.

Von Jahr zu Jahr hat es "einen ständigen Zuwachs, sowohl im Kinder- als auch im Erwachsenenbereich gegeben", erzählt Rieke Roßbach, die Jugendleiterin des TV. "Es scheint wohl nicht aufzuhören", kommentiert Tennislehrer Peter Gramminger den jüngsten Rekord: Nahmen zu Ferienbeginn 45 Tennisfans an dem Camp teil, sind es in dieser Woche fast 70.

Gemeinsam hatten Rieke Roßbach und Peter Gramminger damals die Idee eines solchen Feriencamps. Angesichts der großen Nachfrage gibt es davon seit vier Jahren in jedem Sommer zwei. Mittlerweile wirken daran auch Erwachsene mit: "Es hat sich eingeschlichen", berichtet Rieke Roßbach. "Die Erwachsenen waren halt neidisch, wenn sie die Kinder spielen sahen", und so setzt sich bereits seit einigen Jahren der Trend fort, dass die Kinder ihre Eltern gleichsam mit in den Verein hineinziehen. Folgenlos sind die Kurse von Peter Gramminger nicht geblieben: Aus den Tenniscamps der vergangenen Jahre sind nach den Worten von Rieke Roßbach richtig viele Medenspieler hervorgegangen.

Eine Rolle spielt dabei neben der Zusammenarbeit mit dem Tennisverein Wevelinghoven auch die gute Kooperation mit der Kastanienschule, wie die Jugendleiterin sagt. Im Sportunterricht der Grundschule wird auch Tennis angeboten, was schon zu ansehnlichen Ergebnissen geführt hat: Das Team des zweiten Schuljahrs ist Kreismeister geworden, die Tennis-Cracks der vierten Klasse holten auf Kreisebene einen dritten Platz. Marcelino Kraus holte bei den unter zehn Jahre alten Kindern gleichfalls einen dritten Platz.

Unter den weniger als 16 Jahre alten Juniorinnen landete Rieke Roßbachs Tochter Antonia auf dem zweiten Rang und auch bei den Grevenbroicher Stadtmeisterschaften konnten Spielerinnen aus Hoeningen vordere Plätze belegen. Gut ist das Verhältnis zur benachbarten DJK Eintracht Hoeningen.

"Fußball und Tennis ergänzen sich ideal. Das gilt sowohl für das Ballgefühl als auch die Bewegungsabläufe", sagt Peter Gramminger, der in dieser Woche von Andreas Nover und Freddy Schönen unterstützt wird. Das Damenfußballteam der DJK Eintracht wurde gleich nebenan gegründet, nämlich von einer Gruppe junger Tennisspielerinnen. Nicht zu kurz kommt beim TV Hoeningen auch der gesellige Aspekt.

(NGZ)