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Rommerskirchen: Stabwechsel beim Seniorennetzwerk

Rommerskirchen : Stabwechsel beim Seniorennetzwerk

Wachablösung beim Seniorennetzwerk 55plus: Statt Beate Müller, die im Auftrag der Caritas seit zwei Jahren verantwortlich für den Aufbau des Netzwerkes war, wird sich ab 1. Oktober Heinz Schneider als Koordinator engagieren.

Bei Blumen und Dankesworten mochten es die Netzwerker gestern in der Butzheimer Begegnungsstätte Alte Schule beim monatlichen Netzwerk-Frühstück nicht bewenden lassen — zum Schluss erhoben sich alle Gäste und bedankten sich bei Beate Müller mit lang anhaltendem Applaus.

Ihr Nachfolger Heinz Schneider hofft die erfolgreiche Arbeit fortsetzen zu können. "Ich weiß, dass hier sehr viele Aktivitäten stattfinden", sagt er. Veränderungen fasst der "Neue" angesichts des florierenden Betriebs beim Netzwerk somit nicht ins Auge. Heinz Schneider (49) ist gleichfalls ein "Netzwerk-Profi": In Jüchen hat er dessen Aufbau 2008 voran getrieben und in Dormagen stand er 2009 bei der Netzwerk-Gründung Pate. Der verheiratete Vater dreier Söhne und einer Tochter ist seit 1988 für die Caritas tätig.

In seiner Freizeit liest der Fan von Borussia Mönchengladbach gern Krimis und ist oft mit dem Rad unterwegs. "Wir haben uns neu sortiert", begründet Caritas-Geschäftsführer Norbert Kallen den Wechsel.

Die Caritas will nämlich ihre Seniorenberatung mit dem Schwerpunkt Demenz ausbauen. Beate Müller ist in diesem Bereich schon seit Jahren tätig und wird sich ihr nun verstärkt widmen. Das Netzwerk sieht Norbert Kallen "weiterhin in guten Händen, vielleicht in anderen Händen." Die Netzwerker haben ihr Büro seit Jahresbeginn im Rathaus, die Gemeinde ist auch finanziell beteiligt.

Was für Norbert Kallen angesichts der leeren Kassen vieler Kommunen keine Selbstverständlichkeit ist. Für Beate Müller hat die inzwischen zweijährige Geschichte des Netzwerks alle Erwartungen übertroffen: "Wir haben in Rommerskirchen offensichtlich eine Marktlücke vorgefunden und geschlossen", sagt die Diplom-Sozialarbeiterin. Abgesehen davon, dass beim monatlichen Netzwerk-Frühstück die Begegnungsstätte mit 120 Besuchern regelmäßig rappelvoll ist, finden die Angeboten der zahlreichen Arbeitsgruppen stetig wachsenden Zuspruch. Mittlerweile sind es gut 300 Rommerskirchener, die sich beim Netzwerk engagieren.

(NGZ/rl)