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Jüchen: Schloss Dyck wirbt um Touristen aus Europa

Jüchen : Schloss Dyck wirbt um Touristen aus Europa

Das Europäische Gartennetzwerk bietet ab sofort Reisen für Garten- und Kulturinteressierte. Sein Träger Schloss Dyck ist auch ein Ziel.

Dyck Ein Besuch auf der Museums-Insel Hombroich, ein Abstecher zu den Gärten von Fürst Josef am barocken Wasserschloss Dyck, eine Stadtführung und ein Museumsbesuch in der Domstadt Köln: Wer zwei derartige Reise-Tage unter dem Motto "Gartenkunst trifft Kunst" (Preis: 112 Euro pro Person) verbringen will, kann ab sofort die neuen "Garten-Kultur-Reisen" nutzen, die erstmals bei der Internationalen Tourismus-Börse (ITB) in Berlin vorgestellt wurden.

Schloss Dyck ist dabei in zwei Funktionen vertreten: Zum einen ist die Stiftung Träger des Europäischen Gartennetzwerks (EGHN; "European Garden Heritage Network"), zum anderen ist das Schloss selbst auch Ziel bei einer der 15 Gruppenreisen.

Für Anja Spanjer, Sprecherin der Stiftung, ist das neue Angebot "ein logischer Schluss aus den Routen, die das EGHN bereits ausgearbeitet hat". 50 Gärten in NRW, die zum Netzwerk gehören, wurden als Ziele für die bis zu fünf Tage dauernden Touren ausgesucht, vorgesehen sind dabei auch Abstecher in Nachbarländer. Aus diesen Zielen wurden 15 unterschiedliche Reisen entwickelt, die Gruppen und Veranstalter jetzt buchen können. Sie wurden erstmals, zusammenfasst in einer 38 Seiten starken Broschüre, während der Fachmesse rund ums Reisen präsentiert: "Die Nachfrage war deutlich größer als erwartet", zeigt sich Jens Spanjer, Vorstand der Stiftung Schloss Dyck, zufrieden. "Wir haben vielfach die Bestätigung von potenziellen Kunden erhalten, dass ein touristisch ansprechendes Programm entwickelt wurde."

"Das europäische Gartennetzwerk und auch den Bekanntheitsgrad von Schloss Dyck zu steigern — das sind zwei weitere Effekte des neuen Angebots", meint Anja Spanjer. Es habe einiges an Zeit gebraucht, um die Reisen zu entwickeln: So habe die Stiftung zunächst die Kooperation mit den Landschaftsverbänden Rheinland und Westfalen-Lippe gesucht und gemeinsam den touristischen Wettbewerb zur EU-Förderung gewonnen. Vor gut einem Jahr wurde dann das gemeinsame Projekt "Garten-Kultur-Reisen zwischen Rhein und Weser" begonnen.

Einige Reisebeispiele: Entlang der Weser können Reisende die "Parks und Gärten im Königreich Westfalen" erleben — etwa mit den Parkanlagen Gräflicher Park Bad Driburg, Schloss Neuhaus und dem Klostergarten Dalheim oder im Ruhrgebiet können "Parks und Gärten der Industriekultur" bereist werden. Mehr über "Gärten berühmter Persönlichkeiten" erfahren Kultur- und Gartenfreunde bei einer landesweiten Tour mit Abstechern zum Adenauergarten in Bad Honnef, zur Klever Gartenlandschaft oder zum Park von Burg Hülshoff, dem Geburtshaus der Dichterin Annette von Droste-Hülshoff.

Ab Mai 2013 soll das Programm zudem um Angebote für Individualreisende erweitert werden. Gezieltes Marketing soll dafür werben: "Schließlich verbindet man Nordrhein-Westfalen nicht auf Anhieb mit herausragenden Parks und Gärten, obwohl das Land viel zu bieten hat", sagt Jens Spanjer.

(NGZ/rl)