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Korschenbroich: Noro-Virus: Entwarnung im Seniorenhaus

Korschenbroich : Noro-Virus: Entwarnung im Seniorenhaus

Die Bewohner, Mitarbeiter und die Pflegedienstleitung können nach gut zweieinhalb Wochen aufatmen. "Die Infektionsgefahr im Seniorenhaus Korschenbroich ist gebannt", versichert Dr. Michael Dörr auf Anfrage. "Ab morgen steht das Haus wieder für Besucher und Angehörige offen." Und noch eine gute Nachricht hat der medizinische Leiter des Kreisgesundheitsamtes: "Die Zeit der Isolierung auch für die Hausbewohner ist vorbei. Der große Speisesaal wird ebenso geöffnet wie die Besucher-Cafeteria."

Das Noro-Virus, ein hartnäckiger und ansteckender Magen- und Darm-Erreger, machte den Bewohnern ebenso zu schaffen wie dem Personal. Typisch für das Virus sind neben Übelkeit und Bauchschmerzen plötzliches, schwallartiges Erbrechen sowie akute Durchfälle. Insgesamt hatten sich 44 Bewohner und 17 Mitarbeiter mit der Durchfallerkrankung infiziert. Die Ansteckung erfolgt durch eine Schmutz-Schmier-Infektion. Die Fallzahl ist für Dörr auch nicht außergewöhnlich: "Trotz intensiver Hygienevorkehrungen lässt sich in einer großen Einrichtung das Virus leider nicht so einfach abstellen." Gestern waren noch drei Bewohner betroffen. Allerdings ist sich der Amtsarzt sicher: "Ab morgen besteht keine Infektionsgefahr mehr." Er spricht von einem moderaten Verlauf der Virus-Erkrankung: "Es sind bei den Betroffenen keine Komplikationen eingetreten, die zu Klinikeinweisungen führten." Für Dörr gilt aber weiterhin: "Jeder sollte beim Betreten und beim Verlassen des Hauses das Desinfektionsangebot nutzen."

(NGZ)