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Korschenbroich: Chamaeleon-Theater glänzt mit neuem Stück "Außer Kontrolle"

Korschenbroich : Chamaeleon-Theater glänzt mit neuem Stück "Außer Kontrolle"

Mit "Außer Kontrolle" füllten die zehn Frauen und ein Mann vom Chamaeleon-Theater jetzt dreimal den Saal im Gasthaus Vennen. Bei der Premiere bewiesen die Darsteller, dass britische Komödien der Stoff sind, bei dem sie glänzen. Sowohl in Männer- als auch in Frauenrollen erweckten sie gekonnt die Charaktere zum Leben und begeisterten das Publikum.

Selbstbewusst schlüpft Marion Schmitz in die Rolle des erfolgreichen Staatsministers Richard Willey, der sich mit seiner Geliebten Jane Worthington (Valeska Optekamp) zu einem Rendezvous im Westminster Hotel trifft und für jedes Problem spontan eine Lösung parat hat. Um einen Skandal zu vermeiden, wollen sie ihren grausigen Fund — einen leblosen Körper auf dem Balkon ihrer Luxus-Suite — verheimlichen. Eine schwierige Aufgabe, bei der ihnen ständig der Hotelmanager, der Zimmerkellner, der eifersüchtige Ehemann und die unvermutet angereiste Ehefrau in die Quere kommen.

Dabei überzeugen mit ihrem mimikreichen Auftritt besonders Brigitte Reschke als ergebener Staatsminister-Assistent George Pigden und Hildegard Schuster als Kellner, der immer zur Stelle ist, wenn ein Trinkgeld zu erwarten ist. Problemlos integrieren sich Valeska Optekamp (24) und Fritz Reschke (20) in das bewährte Team: Sie gehören, wie Regisseur Stefan Filipiak (46) feststellt, bereits zur "next generation" und bringen frischen Wind in die Truppe. Zufrieden zeigte sich Filipiak, der zum vierten Mal auf dem Regiestuhl Platz nahm, mit der Leistung "seiner" Damen: "Das Kommunizieren wird immer leichter, die Schauspielerinnen haben sich super entwickelt und verkörpern die Charaktere absolut überzeugend", so das Urteil des Regisseurs, Dozenten und Autors.

Ein halbes Jahr traf sich die Truppe einmal pro Woche. Besonders lobt Filipiak den Teamgeist: Alle packten mit an, auch die Ehemänner halfen beim aufwendigen Kulissenbau mit Balkon und Fenster. Beate Hübner (50) berichtet, dass sie und ihre Kolleginnen selbst zu Tapete und Kleister griffen. Schade nur, dass das Publikum nun ein Jahr warten muss auf das nächste Chamaeleon-Stück.

(pasch)