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Lokalsport: 23:24 gegen TSV: Neusser HV verschafft sich Respekt

Lokalsport : 23:24 gegen TSV: Neusser HV verschafft sich Respekt

Ob jetzt auch die Anhänger des TSV Bayer Dormagen dem Nachbarn Neusser HV die Daumen drücken, dass es in wenigen Wochen mit dem Aufstieg der Witte-Truppe klappt? Das Freundschaftsspiel zum Auftakt der Ehrungen der NGZ-Sportler des Jahres 2012, das den Oberliga-Spitzenreiter gestern Abend in der Hammfeldhalle mit dem Dritten der 3. Liga zusammenführte, machte jedenfalls Lust auf mehr. Sprich: Auf ein Duell in der nächsten Saison um Meisterschaftspunkte in der selben Klasse.

Und wenngleich beide Teams beim – aus Neusser Sicht – 23:24 (11:11) nicht mit allerletztem Einsatz zu Werke gingen und größere Härten vermieden, bekamen die Zuschauer doch einen Eindruck davon, auf welch hohem Niveau im Rhein-Kreis zurzeit Handball gespielt wird. NHV-Coach René Witte dürfte mit Stolz registriert haben, dass sich seine Schützlinge bei reduzierter Spielzeit (2x20 Minuten) meist auf Augenhöhe mit dem von Jörg Bohrmann trainierten Favoriten bewegten.

Nur kurz zogen die Gäste davon, ihre höchste Führung betrug fünf Tore (17:12 bzw. 18:13). Großen Anteil am knappen Resultat hatte NHV-Torhüter Max Jäger, der eine zweistellige Anzahl Glanzparaden vorweisen konnte. Und auch Simon Schlösser und Philip Schneider streuten mit einer Portion Ausgebufftheit einige Hingucker ein. Beim TSV, der ohne die verletzten Tobias Plaz (Wurfhand) und Dennis Marquard (Patellasehnenreizung) auf der Platte stand, wiesen Keeper Matthias Broy und der hochveranlagte Simon Ernst ihre Klasse nach.

Beide Trainer nutzten die Gelegenheit, nach der Pause ihrer zweiten Garde und einigen talentierten Nachwuchsleuten Einsatzzeiten zu geben. Dadurch erhöhte sich zwar die Fehlerquote, doch der Unterhaltungswert der von Jürgen Aniol und Andreas Vogel (Düsseldorf) ohne Mühe geleiteten Partie blieb beachtlich. Wahrscheinlich hätte sich auf Neusser Seite nicht nur Kai Funke ein Loch in den Bauch gefreut, wenn es zum Schluss zu einem Remis gereicht hätte. Kurz vor dem Schlusspfiff informierte er sich voller Ehrgeiz bei Zeitnehmer Jochen Kallenberg, wie viele Sekunden seinem Team denn noch blieben.

(NGZ)