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Saison-Stopp kam für Rheinwacht Stürzelberg zur absolut falschen Zeit

Fußball : Saison-Stopp kam zur absolut falschen Zeit

Ausgerechnet, als der mit sieben Niederlagen in die Saison gestartete Aufsteiger SV Rheinwacht Stürzelberg nach drei Siegen in Folge in der Fußball-Kreisliga A angekommen schien, kam der Lockdown.

Fünf Jahre nach dem Abstieg in die Kreisliga B ist die Rheinwacht Stürzelberg in diesem Sommer in die Kreisliga A zurückgekehrt. Nach etwas holprigem Start ist der Klub mittlerweile wieder in der Liga angekommen. Die Unterbrechung kam für die Fußballer aus Stürzelberg zur Unzeit

Saisonverlauf Auf den Neuling wartete zu Beginn der neuen Spielzeit gleich ein echtes Mammutprogramm. Im TuS Grevenbroich, dem FC Delhoven, dem 1. FC Grevenbroich-Süd, dem VdS Nievenheim und im VfR 06 Neuss traf der ehemalige Bezirksligist in den ersten acht Partien auf fünf Spitzenteams. Stürzelberg holte nur einen Zähler zum Auftakt gegen den TuS (1:1) und verlor dann gleich sieben Mal in Folge – bis auf das Spiel gegen Delhoven (0:5) aber jede Partie nur mit einem Tor Unterschied. Der 3:2-Erfolg gegen die SG Kaarst leitete den Umschwung ein. Die folgenden Partien gegen Hackenbroich (5:0) und Bedburdyck/Gierath (7:5) konnte die Rheinwacht gewinnen. Danach stand Stürzelberg mit zehn Zählern auf Rang 16.

Das war gut Obwohl Stürzelberg gleich sieben Mal als Verlierer vom Platz ging, agierte die Truppe von Trainer Carlos Perez fast immer auf Augenhöhe. Sechs Mal war es nur ein Gegentor, das das Team von einem Punkt trennte. „Wir waren in den meisten Spielen dran und haben guten Fußball gespielt“, sagt Coach Perez. Trotz der Negativserie verlor sein Team nie den Mut. Das habe sich dann ausgezahlt, stellt der Coach zufrieden fest. Vor der Unterbrechung siegte Stürzelberg drei Mal in Folge. Perez: „Da sind wir richtig in der Liga angekommen.“

Das war schlecht Wenn man immer knapp verliert, dann kann nicht alles gut sein. „Wir haben in der Defensive zu viele individuelle Fehler gemacht“, versucht sich Perez an einer Erklärung für die Pleiten. Außerdem bemängelte er ein wenig die Siegermentalität seiner Truppe. Die fehle bei manch einem Spieler noch ein wenig. „Dann hätten es auch fünf, sechs oder sieben Punkte mehr sein können“, sagt Perez.

Personalien Gravierende Verletzungen hatte Stürzelberg zum Zeitpunkt der Unterbrechung nicht zu beklagen. „Natürlich hatten wir auch ein paar angeschlagene Spieler, aber das sind Probleme, die jeder Verein hat“, so Perez.

Ausblick Der Zeitpunkt der Unterbrechung ist für Stürzelberg sehr ärgerlich. „Das hat uns jetzt den Schwung genommen“, meint Perez. In den kommenden Wochen hätte Stürzelberg gegen „Gegner auf Augenhöhe“ gespielt. Das Programm liest sich deutlich leichter als die erste Hälfte der Hinrunde. Mit großem Selbstbewusstsein hätte man durchaus die Grundlage für den Klassenverbleib legen können. Dennoch ist Perez „sehr optimistisch“. „Ich glaube, dass die Qualität für die Liga reicht.“