Fußball: SC Kapellen steht vor Entscheidungsspielen

Der Fußball-Landesligist spielt um den Aufstieg, im Nachholspiel gegen Fischeln soll ein Sieg her. Jüchen tritt gegen Solingen an.

Mit dem SC Kapellen und dem VfL Jüchen treten am Mittwochabend zwei Fußballmannschaften an, die sich in der nächsten Saison in einer anderen Liga wiederfinden könnten. Die Kapellener, die beim VfR Fischeln antreten, befinden sich auf Tabellenplatz drei der Landesliga. Der abstiegsgefährdete Sechzehnte aus Jüchen empfängt den VfB Solingen.

In den letzten Wochen hat Kapellen seine Klasse bewiesen und die letzten sechs Partien für sich entscheiden. Im Duell am Sonntag konnte der DSC 99 Düsseldorf mit 8:1 Toren abgeschossen werden. Lennart Ingmann und Marc Paul trafen jeweils doppelt gegen das Schlusslicht. Jörg Ferber, sportlicher Leiter Kapellens, schaut auf den Triumph zurück: „Das Ergebnis vom letzten Sonntag haben wir abgehakt. Jetzt stehen drei Entscheidungsspiele an, die nicht mit dem DSC-Spiel vergleichbar sind.“

Der Gegner aus Krefeld (7.) befindet sich im Aufwärtstrend, der auf zuletzt vier Siegen in Folge beruht. „Mit Christos Pappas oder Kevin Breuer hat Fischeln eine starke Offensive. Es wird ein hartes Spiel werden“, kündigt Ferber an. In den nächsten Wochen werden die Männer von der Erft zeigen können, ob sie das Zeug zum Aufstieg haben. Insgesamt vier Mannschaften befinden sich noch im Rennen um die Aufstiegsplätze. Entscheidend könnten Siege Kapellens gegen die direkte Konkurrenz werden: Der viertplatzierte TVD Velbert und der Spitzenreiter Cronberger SC stehen innerhalb des nächsten Monats auf dem Programm.

Im zweiten Nachholspiel ist der VfB Solingen beim VfL Jüchen/Garzweiler zu Gast. Vorsitzender Christoph Sommer gibt sich vor dem Spiel kämpferisch: „Das ist ein wirklich wichtiges Spiel für uns. Wir werden alles für den Heimsieg tun.“ Am Wochenende hatte sein Verein eine Niederlage gegen Fischeln hinnehmen müssen, Sommer zieht allerdings positive Schlüsse aus der Pleite: „Über 70 Minuten haben wir gut gespielt und kompakt gestanden. Leider haben wir das 1:0 nicht gemacht. Gegen Solingen möchten wir an diese Leistung anknüpfen.“ Im Hinspiel trennten sich beide Seiten mit 1:1, vor dem Rückspiel plagen Verletzungen den Jüchener Kader, was den Abstiegskampf weiter erschwert. „Es ist noch einiges offen“, gesteht der Vorsitzende.

Fraglich ist auch der Einsatz von Top-Torjäger Sven Raddatz. Sommer nennt Solingen eine „Wundertüte“, kurzfristige personelle Wechsel in der Startelf Jüchens könnten das Überraschungsmoment womöglich egalisieren. Trainer Michele Fasanelli wird aus privaten Gründen an der Seitenlinie der Heimmannschaft fehlen, Co-Trainer Torsten Müllers wird ihn vertreten. „Wir werden an unseren Trainer denken“, sagt Sommer.

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