Hockey : HTC beendet die Hinrunde in Köln

Gerade mal fünfeinhalb Wochen ist es her, als die Hockey-Bundesliga ihren Spielbetrieb aufnahm. Mit den Partien bei Rot-Weiß Köln endet morgen (14 Uhr Damen, 16 Uhr Herren) für den HTC Schwarz-Weiß Neuss bereits die Hinrunde der Feldsaison.

"Gott sei Dank", sagt Simon Starck. Das nicht etwa, weil der Neusser Damentrainer unzufrieden mit deren Verlauf wäre. "Aber es wird langsam ungemütlich", meint der Coach, "uns sind in dieser Woche im Training schon ein paar Bälle geplatzt, weil es so kalt war. Wir freuen uns alle auf die Halle." Lange warten muss er darauf nicht: Saisonstart ist bereits am 10. November, die Gruppenphase endet am 18. Dezember.

Die vorerst letzte Aufgabe auf dem Feld, bevor es am 24. März mit dem ersten Rückrundenmatch gegen den Münchner SC weiter geht, hat es für die Neusser Damen allerdings in sich. Denn im Lokalduell bei Rot-Weiß Köln warten der Ex-Trainer (Markus Lonnes) und zwei Spielerinnen, die in der vergangenen Saison noch den schwarz-weißen Dress getragen haben (Caroline Keil und Theresa Laubenstein): Ich glaube aber nicht, dass es deshalb zu besonderen Emotionen kommt", meint Starck.

Gleichwohl sieht er die Gastgeberinnen, die mit einem Sieg bis auf einen Punkt zum HTC aufschließen könnten, in der Favoritenrolle. Und das hat auch etwas mit der eigenen personellen Situation zu tun. Denn während Katharina Kreiner mit Bänderriss auf jeden Fall ausfällt, stehen hinter den Einsätzen der angeschlagenen Luisa Steindor, Johanna Wüterich und der erkrankten Kim Kövel Fragezeichen. Mit einem Sieg kämen die Neusserinnen auf 20 Punkte und würden auf einem Play-off-Platz überwintern: "Das ist deutlich mehr, als wir erwartet hatten", sagt Starck und denkt gleich weiter: "Ein positiver Abschluss auf dem Feld würde auch einen Push für die Halle geben."

An so etwas denken die Neusser Herren nicht. Dem Tabellen-Drittletzten, im Moment der erste Nicht-Absteiger, steht der Gang zu den praktisch auf allen Positionen mit Nationalspielern besetzten Kölnern bevor. RW-Trainer Stefan Kermas sieht die Rollen dennoch nicht eindeutig verteilt. Das liegt daran, dass sich seine Schützlinge gegen vermeintliche Außenseiter bislang sehr schwer getan haben wie beim 2:2 am vergangenen Wochenende in Düsseldorf. Aber auch an einem gewissen Respekt vor dem HTC: "Viele haben Neuss bereits vor der Saison als ersten Absteiger abgestempelt, aber sie machen ihre Sache bisher gut, spielen einen eher ungewöhnlichen Stil, mit dem man erstmal zurecht kommen muss. Wir sind gewarnt."

(NGZ)