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Jüchen: Kripo ermittelt nach tödlichem Unfall

Jüchen : Kripo ermittelt nach tödlichem Unfall

Eine Woche nach dem tödlichen Unfall auf der Landstraße 31 zwischen Jüchen-Wey und Kelzenberg hat die Polizei jetzt Ermittlungen wegen fahrlässiger Tötung aufgenommen. Das bestätigte Polizeisprecher Hans-Willi Arnold auf Anfrage der NGZ.

Ersten Erkenntnissen zufolge habe die 53-jährige Porschefahrerin aus Jüchen einen Kleinlaster überholt, obwohl sie in einer Kurve unterwegs gewesen sei und damit an einer unübersichtlichen Stelle. Dabei sei die Jüchenerin nach Angaben der Polizei in den Gegenverkehr gerast — dort kollidierte sie mit einem Smart. Hinter dem Steuer des Kleinwagens war eine 44-jährige Frau aus Korschenbroich unterwegs. Sie konnte den Zusammenstoß nicht mehr verhindern und starb an dessen Folgen noch an der Unfallstelle. Auch ihre 14-jährige Tochter auf dem Beifahrersitz wurde schwer verletzt und musste in ein Krankenhaus gebracht werden.

Ebenfalls mit schweren Verletzungen wurde die Fahrerin des Porsche in eine Klinik eingeliefert. "Gegen sie richten sich nun die Ermittlungen der Polizei und der Staatsanwaltschaft Mönchengladbach. Ermittelt wird wegen fahrlässiger Tötung", sagt Hans-Willi Arnold.

Was das für die Autofahrerin aus Jüchen bedeuten kann: Nach Angaben von Justizexperten drohen der Frau — falls sie verurteilt wird — bis zu fünf Jahre Haft. Allerdings wurden in der Vergangenheit in ähnlichen Fällen häufig Bewährungs- oder Geldstrafen verhängt.

Bis zu fünf Jahre Haft drohen

Da vermutlich auch Verkehrsgutachter diesen Fall noch prüfen sollen, ist mit einem Abschluss der Ermittlungen frühestens Anfang kommenden Jahres zu rechnen. Ein eventueller Prozess gegen die Porsche-Fahrerin würde dann vor dem Amtsgericht Grevenbroich oder dem Schöffengericht Mönchengladbach stattfinden. Bei dem tödlichen Unfall vor gut einer Woche belief sich der Sachschaden auf rund 60 000 Euro; an beiden Autos entstand Totalschaden.

(NGZ)