Jüchen : Erster Probenraum für Bands

Der frühere marode Kraftraum der Peter-Bamm-Halle wurde für Jüchens Nachwuchsbands renoviert: Mit 24.000 Euro finanzierte die Sparkassen-Stiftung das Projekt. Zwei Bands proben bereits.

Es ist ein einfacher Schlüsselbund, der Stefan Bredt (45) begeistert: Der Chef des Gemeindejugendrings ist zugleich Koordinator für den ersten Probenraum, den die Gemeinde für junge Bands eingerichtet hat. "Es ist fantastisch, dass Musiker aus Jüchen jetzt diese Möglichkeit haben", sagt Bredt. Für viele sei dies ein echter Quantensprung. Zwei Nachwuchsgruppen vom Gymnasium Jüchen — "Pead O'Cruel" und "Deadline" — wollen künftig in der Peter-Bamm-Halle üben. Für fast 24.000 Euro wurde der marode, ehemalige Kraftraum der Peter-Bamm-Halle komplett renoviert.

Sie sind jung, musikbegeistrt und brauchen den Raum: Bisher haben "Pead O'Cruel" alias Timo Neuhaus (17), Tobias Schippers (17) und Moritz Schlösser (15) zuhause geübt. Das klappt nur mit verständnisvollen oder entfernten Nachbarn. Jetzt können die Gymnasiasten entspannter üben. "Toll, dass wir hier proben können", sagt Moritz Schlösser. In der Peter-Bamm-Halle will das Trio regelmäßig seine deutschen und englischen Songs einüben. Ihr Ziel: der nächste größerer Auftritt. Bisher haben die Jüchener etwa beim "Live Jam" in Garzweiler gespielt.

Schwierige Suche nach Proberaum

Die schwierige Suche nach einem Probenraum abseits von Keller und Kinderzimmer — dabei wollte die Gemeindeverwaltung den Nachwuchsmusikern helfen. Auch die Verwaltungsmitarbeiter selbst erlebten, wie schwierig und langwierig sich eine solche Suche gestalten kann: Einige Schulen wurden geprüft, ehe mit dem früheren Kraftraum in der Peter-Bamm-Halle die beste Lösung gefunden wurde. Eine Lösung, die mit 24 000 Euro für die Nothaushaltskommune nicht allein zu stemmen war.

Das Geld stammt von der Sparkassenstiftung, zunächst nahm es die Bürgerstiftung Jüchen für den Probenraum an. "Wir wollten verhindern, dass immer mehr junge Bands aus Jüchen abwandern", so Bürgermeister Harald Zillikens. Deshalb wurde der Raum vollständig hergerichtet, etwa mit einem Notausstieg, Schallschutz an Wänden und Tür, neuem Boden- und Deckenbelag, einer erneuerten Heizung und Elektroinstallationen. In einem Nebenraum können Instrumente gelagert werden.

Auch Joshua Cremer (14), Martin Neubert (13), Benedikt Knauf (15) und Jannik Joeres (13) wollen von Jüchen aus groß herauskommen. Über den Stil ihrer Musik ("Härter als AC/DC") sind sich die "Deadline"-Mitglieder etwas uneins, doch zufrieden sind alle, das Schlafzimmer gegen den Probenraum tauschen zu können.

Es gibt noch freie Probenzeiten.

(NGZ)