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Korschenbroich: Startschuss für neues Wohngebiet

Korschenbroich : Startschuss für neues Wohngebiet

Am Montag rollen die Bagger an: Dann geht es mit der Erschließung des Wohngebietes am Wasserweg los. Dort entstehen 25 Einfamilienhäuser und Doppelhaushälften. Damit geht eine lange Vorgeschichte zu Ende: Pläne für eine Bebauung des Areals in Steinhausen gab es seit fast zehn Jahren.

Eigentlich sollte es gestern schon losgehen, doch die Zeit bis Montag ist nur noch ein kleiner Aufschub für das Bauprojekt "Wasserweg": Dann rücken die Bagger auf dem Gelände in Steinhausen an, auf dem 25 Einfamilienhäuser und Doppelhaushälften entstehen werden. Bürgermeister Heinz Josef Dick stellte gestern vor Ort klar, dass die Nachfrage bereits groß sei. Von den sieben städtischen Grundstücken sind bereits fünf vergeben, dasselbe gilt für drei der fünf Grundstücke der Wirtschaftsförderungs- und Entwicklungsgesellschaft Korschenbroich (WEK). Auch für die privat vermittelten Grundstücke gibt es bereits zahlreiche Interessenten.

Mit der am Montag beginnenden Erschließung des Wohngebietes endet eine jahrelange "Vorbereitungszeit": Der CDU-Ortsverband Liedberg hatte sich seit gut einem Jahrzehnt für das Baugebiet stark gemacht. Vor fünf Jahren gab es die erste Infoveranstaltung, das 2007 erstellte erste städtebauliche Konzept musste mit Blick auf den Denkmal- und den Landschaftsschutz überarbeitet werden. Nachdem 2009 der Landschaftsbeirat und im vergangenen Jahr das Amt für Bodendenkmalpflege des Landschaftsverbandes Rheinland (LVR) zustimmten, gab es endlich grünes Licht. 2013 sollen die Häuser im neuen Wohngebiet stehen.

Für Steinhausen dürfte dies eine Stärkung der Infrastruktur bedeuten. Vor allem für junge Familien ist der Standort attraktiv. Der örtliche Kindergarten sowie die Grundschule dürften davon profitieren. "Es handelt sich um eine sehr attraktive Lage", meint Dick.

Die Erschließung des Wohngebietes erfolgt in drei Schritten: Mit dem nun beginnenden Kanalbau wird der erste Schritt gemacht. Er soll vor Weihnachten abgeschlossen sein. Ab Januar sollen dann die Ver- und Entsorgungsleitungen – zum Beispiel für Strom und Telefon – verlegt und eine Baustraße angelegt werden. Nach Fertigstellung der Häuser erfolgt der Endausbau der Straße. Zudem wird ein Regenrückhaltebecken angelegt, ebenso wird es eine Grünfläche zum Wasserweg hin geben. Das Regenrückhaltebecken mit seinem Fassungsvolumen von 195 Kubikmetern kann einen Niederschlag von zehn Litern pro Sekunde auffangen. Das Areal, auf dem einst die Burgfeste Steinhausen stand, bleibt frei. Zu sehen ist von dem dort einst in die Höhe ragenden Bau zwar nichts mehr. Neu angelegte Hecken sollen jedoch betonen, wo sich die Mauern der Burgfeste einst befanden.

Für den Kanalbau wird der Wirtschaftsweg, der durch das Feld zwischen den Straßen Wasserweg, Mühlenkamp, Loosbenden und Am Hoppbruch führt, gesperrt.

(NGZ)