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Ringen: KSK droht Sturz auf den letzten Platz

Ringen : KSK droht Sturz auf den letzten Platz

Seit dem Wiederaufstieg im Jahre 2000 ringt der KSK Konkordia Neuss jetzt im elften Jahr in ununterbrochener Folge in der Bundesliga. Auch wenn sie in der ersten Saison nur zwei Punkte vom Abstieg trennten, haben die Neusser Ringer in dieser Zeit nicht ein Mal auf dem letzten Tabellenplatz gestanden.

Morgen könnte sich das ändern. Dann ist der Kraftsportklub nämlich beim TuS Adelhausen (19.30 Uhr, Dinkelberghalle) zu Gast. Und das Schlusslicht der Bundesliga West trennt gerade mal ein Zähler von ihren Gästen. Den verdanken die Ringer aus Rheinfelden, direkt an der schweizerischen Grenze gegenüber von Basel gelegen, ihrem 18:18-Unentschieden vom fünften Kampftag beim TKSV Bonn-Duisdorf. Alle anderen Kämpfe verlor der TuS mehr oder weniger deutlich — am knappsten ging es noch am ersten Kampftag zu, als sie beim KSK Konkordia mit 14:19 den Kürzeren zogen.

Trotzdem sagt Hermann J. Kahlenberg: "Dass die mit nur einem Punkt da unten drin stehen, kann eigentlich nicht sein — bei dem Potenzial an Ringern, das die zur Verfügung haben." Aus diesem Grund klingt der KSK-Präsident auch nicht allzu optimistisch vor der 530 Kilometer langen Reise, die auf seine Ringer wartet: "Wenn die alles aufbieten, um ihren ersten Bundesliga-Sieg zu feiern, wird's schwer für uns." Generell sieht er sein Team jedoch in der Rückrunde besser aufgestellt als in der ziemlich verkorksten Hinserie, die außer dem Auftaktsieg nur Niederlagen zu bieten hatte. Das liegt am Stilartenwechsel in den Gewichtsklassen 55, 60, 96 und 120 Kilogramm. Vor allem in den leichten Kategorien hofft er auf mehr Punkte — kein Wunder, holten Mimoun Touba (gegen den Adelhausener Florin Matei) und Sergiy Skrypka zusammen in 16 Auseinandersetzungen nur einen Sieg.

Skrypka, der erstmals in seiner langen Laufbahn in der Klasse bis 60 Kilogramm sieglos blieb, dürfte in 55 Kilogramm auf — nicht nur vom Körpergewicht — leichtere Gegner treffen, während eine Klasse höher der zweifache Junioren-Europameister Georgi Makiashvili gleichfalls mehr Zähler einfahren sollte. Zur Premiere morgen bekommt er allerdings gleich einen dicken Brocken vorgesetzt — entweder seinen georgischen Landsmann Georgi Baliashvili oder den polnischen Meister Adam Block. Auch der "Rest" der Gastgeber ist nicht ohne, ob Gergö Wöller (66 kg F), gegen den Samet Dülger noch nie gewinnen konnte, oder der aktuelle WM-Zweite Damian Janikowski (84 kg G). Da droht den Neussern die nächste Niederlage und damit der Sturz auf den letzten Tabellenplatz. Es wäre ein Novum zumindest in der jüngeren Vereinsgeschichte.

(NGZ)