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Handball: TVK geht verstärkt ins morgige "Endspiel"

Handball : TVK geht verstärkt ins morgige "Endspiel"

Eigentlich ist es vor dem achten Spieltag dafür noch ein bisschen früh in der Saison. Doch Jörn Ilper wird schon wissen, was er tut, wenn er der morgigen Partie des TV Korschenbroich gegen den SV Post Schwerin (19.30 Uhr, Waldsporthalle) den Charakter eines "Endspiels" attestiert.

Fakt ist: Den TVK trennen nach sechs Niederlagen und einem Sieg drei Zähler von einem Platz in der Tabelle, der ein weiteres Jahr Zweitliga-Zugehörigkeit bedeuten würde. Fakt ist auch: Bis zum 21. Dezember haben die Korschenbroicher jede Menge schwere Aufgaben vor der Brust – doch dieses Etikett trifft eigentlich auf jeden Gegner in der eingleisigen Zweiten Liga zu. Vielleicht will Ilper seinen Schützlingen mit dieser Formulierung ja den letzten Kick geben, wenngleich er rückblickend auf die unglückliche 27:30-Niederlage in Eisenach sagt: "Wenn ich mir in Bezug auf meine Mannschaft unsicher gewesen wäre, dann hätte spätestens die Partie in Eisenach diese Unsicherheiten weggewischt. Das war nicht nur eine sportliche, sondern auch eine charakterliche Glanzleistung, eine absolute Demonstration von Einsatz und Wille."

Vielleicht meint Ilper mit dem "Endspiel" aber auch gar nicht den TVK, sondern die Gäste. Deren Geschäftsführer Hans-Ulrich Witt räumte nämlich unter der Woche gegenüber der "Schweriner Volkszeitung" massive finanzielle Probleme beim Post SV ein: "Einige Sponsoren haben noch nicht bezahlt, deren Fälligkeitsdatum dran ist." Außerdem sucht der Zweitligist immer noch einen Hauptsponsor. Zugleich betont Witt aber auch: "Die Spieler haben ihr Geld bekommen – bis auf diesen Monat."

Beim TVK sieht die wirtschaftliche Lage offensichtlich besser aus. Schließlich haben die Korschenbroicher in dieser Woche auf den akuten personellen Notstand – in Eisenach standen inklusive des reaktivierten Ilper nur sieben Feldspieler zur Verfügung – reagiert und zwei neue Außen verpflichtet: Vom Verbandsligisten Hülser SV kommt Linkshänder Philipp Liesebach (20), der neue Linksaußen Benjamin Göller (24) trug in der vergangenen Saison das Trikot von Drittligist Eintracht Hagen, war bislang ohne Engagement. Doch auch aus den eigenen Reihen könnte Auffrischung kommen: Dennis Marquardt hat das Training wieder aufgenommen, bei Robin Doetsch soll ein Belastungstest zeigen, ob der der Linkshänder wieder einsatzbereit ist.

Vielleicht spricht Ilper aber auch vom "Endspiel", weil er optimistisch ist, dass es gut ausgeht: "Ich bin mir sicher, dass wir gegen Schwerin punkten können – nicht, weil ich den Gegner gering schätze, sondern weil ich sehe, was mein Team jeden Tag leistet."

(NGZ)