Ratinger Corona-Regeln : BU: 2G-Regel bei Veranstaltungen der Stadt

Laut Antrag der Fraktion soll die Verwaltung die Einführung dieser Regel schnellstmöglich prüfen.

2G oder 3G? Diese Frage wird in den Städten immer häufiger und heftiger diskutiert. Auch die Fraktion der Bürger Union (BU) hat jetzt das Thema in die politische Debatte gebracht. In einem aktuellen Antrag heiß es: Die Verwaltung wird gebeten, die Einführung der 2G-Regel (Zugang nur für Geimpfte oder Genesene) zu städtischen Veranstaltungen zu prüfen und das Ergebnis der Prüfung dem Haupt- und Finanzausschuss sowie dem Rat vorzulegen.

Bereits seit längerer Zeit könne jedem Impfwilligen ab 12 Jahren ein Impfangebot gemacht werden, so die BU. In den vergangenen Wochen konnten durch verschiedene Impfaktionen sehr viele bislang noch unentschlossene Bürger erreicht werden. Sie haben sich impfen lassen. In dem Antrag heißt es: „Angesichts der Tatsache, dass nach der Entscheidung der Bundesregierung ab dem 11. Oktober 2021 die Schnelltests kostenpflichtig werden, halten wir es für geboten – analog zu der Entscheidung zum Beispiel des Düsseldorfer Oberbürgermeisters Stephan Keller – auch in Ratingen darüber nachzudenken, nur noch geimpften oder genesenen Personen den Zutritt zu städtischen Veranstaltungen zu ermöglichen.“ Davon ausgenommen werden sollten all diejenigen, für die laut Stiko noch kein Impfangebot vorliegt, außerdem Kinder unter zwölf Jahren.

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Die Vorlage 270/ 2021 „Theaterspielzeit 2021/2022“ mache deutlich, dass trotz der auch mit 3G theoretisch zu erreichenden Vollauslastung der Platzkapazitäten im Stadttheater aus Vorsicht für die kommende Spielzeit nur eine maximal 40-prozentige Auslastung eingeplant werde. Dies habe nicht nur negative finanzielle Konsequenzen für den städtischen Haushalt, sondern verprelle auch viele Kulturinteressierte. Und es mache die Fortführung der beliebten Theaterabonnements unmöglich. Bei konsequenter Einführung einer 2G-Regel könnte sich diese Entscheidung der Verwaltung revidieren und korrigieren lassen, argumentiert die BU-Fraktion.

Nun bittet man die Verwaltung um eine möglichst zeitnahe Prüfung der Anregung, sodass eine höhere Platzauslastung bei städtischen Veranstaltungen, vor allem kulturellen, gewährleistet werden könnte. Man stelle klar, dass die Regelung nicht für die politische Gremienarbeit gelten kann, ergänzt die BU-Fraktion.