1. NRW
  2. Städte
  3. Ratingen
  4. Lokalsport

Reserve der SG Ratingen bereitet sich auf die Verbandsliga vor

Handball : SG-Reserve fühlt sich gut aufgestellt

Zuletzt hatte Handball-Verbandsligist SG Ratingen II stets mit einem kleinen Kader um den Klassenerhalt kämpfen müssen, nun stehen auch durch Verpflichtungen für die Regionalliga 17 Mann bereit. Änderungen gibt es im Trainerstab: Co-Trainer Hendrik Jaensch übernimmt die Dritte, Salim Bakhsh assistiert nun Rene Osterwind.

Die drei bisherigen Verbandsliga-Spielzeiten der SG Ratingen II waren stets mit knallharten Abstiegskämpfen verknüpft. Und zwar, weil in der Rückrunde stets die Kräfte nachließen, die Kader waren einfach zu klein. Jetzt, in dieser Sommerpause, da hat der in der Regionalliga beheimatete Ratinger Handball-Primus trotz Corona prächtig reagiert und fünf Neue, alle mit Perspektive ausgerichtet, an die Gothaer Straße gelockt. Nun geht es in der Verbandsliga mit einem 17-Spieler-Kader hoffentlich Ende August in die neue Spielzeit.

„Wir sind jetzt gut gerüstet, so wie ich mir das auch vorgestellt habe“, gibt sich Trainer Rene Osterwind, der waschechte Dumeklemmer, zuversichtlich. Für ihn ist es das dritte Jahr bei den Rot-Weißen. Zunächst kommen Simon Karpstein und Max Zittel vom Landesligisten HSG Gerresheim. Sie sind Mitte 20, also schon recht gut geschult und dicke Freunde. Die beiden kommen aus dem Pforzheimer Raum, dort haben sie noch gegeneinander gespielt, der Beruf verschlug sie nach Düsseldorf. Beide sind auf ziemlich allen Positionen einsetzbar, Rechtshänder, und Rene Osterwind hatte sie schon im Vorjahr auf seinem Wunschzettel. Da waren die beiden aber noch unschlüssig, Verbandsliga, das schien ihnen etwas zu hoch. Nun aber konnte der SG-Coach sie überreden, künftig das rot-weiße Trikot zu tragen. Aus ihrer Pforzheimer Zeit bringen sie sogar Drittliga-Erfahrung mit.

Zugang Nummer drei ist Hendrik Stock, 19 Jahre alt, er kommt aus der Bundesliga-A-Jugend von Eintracht Hagen. Eigentlich ist er mehr für den Regionalliga-Kader eingeplant, aber das Talent wird bestimmt, meint Osterwind, viele Einsätze in der Reserve bekommen. Schon allein der Spielpraxis wegen. Er wohnt in Haan. Dann kommt Justin Bartesch dazu, 20 Jahre alt, Linkshänder, er spielte zuletzt für RW Oberhausen. „Ich denke, mit Justin sind wir künftig auf der rechten Seite erheblich verstärkt“, so Osterwind. Zumal nun auch Tim Zeidler, ebenfalls ein Linkshänder, fest dabei ist. Das Studium des 22-Jährigen in Stuttgart ist beendet, er wohnt wieder im Ratinger Raum und kann an jedem Training teilnehmen. In den vergangenen Jahren half er nur aus, und nur dann, wenn er übers Wochenende in Ratingen weilte.

„Damit sind unsere Planungen abgeschlossen“ so Osterwind. Seine Reserve hat keinen Abgang zu verkraften, aber im Trainerstab änderte sich einiges. Hendrik Jaensch ist kein Co-Trainer mehr, er hat die Dritte Mannschaft übernommen. Und zwar auf eigenen Wunsch, Osterwind wollte ihn gerne bei der Reserve halten, aber der Ex-Keeper mit dem herrlich breiten Ruhrgebiets-Dialekt bat um eine eigene Mannschaft. Vereinsboss Bastian Schlierkamp hatte dann keine Mühe, der Bitte nachzugeben. Der Nachfolger von Jaensch ist Salim Bakhsh, der bisherige Kreisläufer und Abwehrchef. Der 33-Jährige, seit 2012 im Verein, hat seine schwere Fußverletzung (Achillessehnenriss) nun überwunden und kann bei Bedarf auch mitspielen. Neuer Torwart-Trainer ist Benny Karmaat, auf dessen Kommandos hören weiterhin die Talente Alex Schmitz und Jonas Lux. Dieser Ex-Heiligenhauser wurde aus der „Dritten“ hochgezogen. Aber auch Karmaat wird bei Bedarf aktiv zwischen den Pfosten stehen.

Rene Osterwind, aus einer bekannten Ratinger Gastronomie-Familie stammend, hat eine bewegte Handballer-Laufbahn hinter sich. Bis zur A-Jugend spielte er beim TV Ratingen, und als die Grün-Weißen in dessen zweitem A-Jugendjahr kein Team erstellen konnten, da zog es ihn nach Lintorf. 20 Jahre war er beim TuS 08 als Spieler und Trainer aktiv, aber irgendwann musste eine neue Herausforderung her. Bastian Schlierkamp, sein alter Abi-Kumpel, holte ihn über diese Schiene an die Gothaer Straße. Inzwischen lebt Osterwind in Düsseltal, seine Freundin Pia zog ihn in die Landeshauptstadt, die beiden haben einen gemeinsamen Sohn: Felix.