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Handball: Borussia, Geistenbeck und Lobberich rüsten sich für Oberliga-Start

Start im September : Handball-Oberligisten rüsten sich für Rückkehr in Ligabetrieb

Borussia, Lobberich und Geistenbeck bereiten sich darauf vor, im September in die neue Spielzeit zu starten. In den kommenden Wochen werden die Oberligisten das Training intensivieren, dann soll es auch wieder Testspiele geben.

Seit Mitte März ruhte Corona-bedingt der Spielbetrieb. Nach der abgebrochenen Saison soll die neue Spielzeit nun Anfang September aber starten. Demzufolge laufen die Planungen der Oberligisten auch auf Hochtouren. Ein Blick auf die Vorbereitungen der hiesigen Vertreter.

Bei Borussia Mönchengladbach gab es so etwas wie eine Runderneuerung. Für den langjährigen Trainer Tobias Elis, der aus beruflichen und privaten Gründen sein Amt niederlegte, übernimmt Ronny Rogawska das Kommando. Aber auch innerhalb der Mannschaft gab es viel Bewegung. Mit Lucas Feld, Guus Killars, Moritz Krumschmidt, Milan Müller, Vincent Rose, Clim Smeets und Andreas Kropp verließen gleich sieben Spieler den Verein. Dem stehen mit Heyder Thomas, Denis Aust, Niklas Weis und Aljoscha Akuinor vier namhafte Neuzugänge gegenüber. Dieses Quartett kann auf sehr viel Erfahrung zurückgreifen und spielte ausnahmslos in der Bundesliga, auch wenn es bei Akuinor „lediglich“ die Jugend-Bundesliga war.

„Natürlich müssen jetzt vier Spieler in die Mannschaft integriert werden“, sagt Rogawska. „Allerdings bringen sie viel Erfahrung und Qualität mit und identifizieren sich auch mit den Zielen des Vereins. Der Aufstieg in die Regionalliga ist unser Bestreben und genau das wollen diese vier auch. Allerdings muss dann auch alles passen und wir müssen von längerfristigen Verletzungen verschont bleiben.“ Momentan ist noch Pause, doch ab dem 20. Juli startet der Trainingsbetrieb. Vorgesehen sind drei bis vier Einheiten pro Woche, und an den Wochenenden sollen dann auch noch Testspiele hinzukommen. „Wir sind in der Breite sehr gut aufgestellt“, sagt Rogawska. „Jetzt gilt es noch, aus den vielen guten Einzelspielern eine homogene Mannschaft zu formen.“

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Die Neuausrichtung der Mannschaft betreffend, gibt sich der TV Lobberich deutlich bescheidener. Aus dem Kader der Vorsaison konnten alle Spieler weiter an den Verein gebunden werden. Hinzu kommen die beiden A-Jugendlichen Bennet Hoffmanns und Mattes Walter, zudem zählt Tim Falk zum erweiterten Kader. Er soll sich in der Vorbereitung beweisen. Das Team von Trainer Christopher Liedtke ist seit Anfang Juni wieder im Trainingsbetrieb. Zunächst standen Kraftübungen und Lauftraining auf dem Programm, und seitdem wieder Sport in Hallen ausgeübt werden darf, gab es handballspezifische Einheiten in Kleingruppen. Allerdings sind die Sporthallen in Lobberich jetzt wieder für drei Wochen geschlossen.

„Auch wenn wir noch nicht viel mit dem Ball machen konnten, ist die Stimmung innerhalb der Mannschaft fantastisch und wir haben bisher eine extrem hohe Trainingsbeteiligung“, sagt Liedtke. Der TVL hatte zwar schon einige Testspiele geplant, aber die fielen den Vorsichtsmaßnahmen wegen der Corona-Pandemie zum Opfer. Ab August soll es dann aber richtig losgehen. „Wir haben mit 16 Spielern einen sehr großen Kader, und bei den Testspielen wird auch immer der komplette Kader aufgeboten, auch um eine Überbelastung zu vermeiden“, sagt Liedtke.

Zumindest personell gibt es beim TV Geistenbeck nichts Neues. Der Aufsteiger vertraut dem Team, dass sich in der Verbandsliga mit großem Vorsprung durchsetzte. „Wir setzen auf Kontinuität und eine eingespielte Mannschaft“, sagt Trainer Thomas Laßeur. „Es hat auch nicht lange gedauert, bis wir von allen Spielern die Zusage bekommen hatten. Unser Vorteil ist sicherlich, dass wir keine neuen Spieler integrieren müssen, und die Jungs sind auch sehr gut aufeinander abgestimmt.“ Ähnlich wie Lobberich musste auch Geistenbeck für Juni und Juli geplante Testspiele absagen, hat aber davon im August noch acht auf dem Programm. Als es mit dem Training wieder losging, war Laßeur erfreut über den körperlichen Zustand seine Spieler. Während der Zwangspause hatten die Spieler einzeln ein Programm zu absolvieren, woran sie sich auch gehalten haben.

„Man konnte sehen dass sich alle sportlich betätigt haben, was für eine gute Disziplin innerhalb der Mannschaft spricht“, sagt Laßeur. Nach Kleingruppenarbeiten in der Halle steht nun wieder Outdoor-Training auf dem Programm, wo die athletischen Grundlagen geschaffen werden sollen, denn auch der TVG hat momentan keine Sporthalle zur Verfügung. Wenn es dann jedoch wieder an die Arbeit mit dem Ball geht, sollen Intensität und Quantität der Trainingseinheiten ab August aufgestockt werden.