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Mönchengladbach: Der SC Hardt kann in der Bezirksliga eine ernstzunehmende Rolle spielen

SC Hardt : „Wir wollen uns auch in der höheren Liga nicht verstecken“

Der SC Hardt steigt als Meister in die Bezirksliga auf. Dabei ist dem Verein in der neuen Spielklasse gleich eine ernstzunehmende Rolle zuzutrauen.

Sportlich gesehen war der SC Hardt in der Saison 2019/20 das Nonplusultra in der Kreisliga A. Für die Verfolger Fortuna Mönchengladbach und die Red Stars Mönchengladbach bestanden nur theoretische Chancen, den SC in dieser Spielzeit noch abzufangen. Am Ende stand nach der aufgrund der Corona-Pandemie abgebrochenen Saison für die Hardter der Aufstieg – und die Rückkehr nach sechs Jahren in die Bezirksliga. Damit setzt sich die Erfolgsgeschichte des Vereins fort. Doch wie haben Trainer und Mannschaft die Zwangspause überbrückt und wie stehen die Chancen in der neuen Spielklasse?

Die Bilanz der abgelaufenen Saison: Nur eine Niederlage – bei den Red Stars – gab es für das Team von Trainer Raimund Schleszies in den 18 Saisonspielen bis zum Lockdown und dem anschließenden Abbruch der Saison. Nur der Tabellenvierte Türkiyemspor kann auf eine ähnlich gute Bilanz verweisen. Dafür ging der Meister vierzehnmal als Sieger vom Feld – drei Spiele mit Hardter Beteiligung endeten unentschieden.

Rückblickend war es eine überaus erfolgreiche Saison für die „Grünen“. Neben den Erfolgen in der Kreisliga A darf sich die Mannschaft nach großartigem Kampf gegen den 1. FC Mönchengladbach auch Vize-Hallenstadtmeister nennen. Zudem steht Hardt im Kreispokal im Spiel um Platz 3 und trifft hier auf den SC Victoria Mennrath – ein zukünftiger Liga-Konkurrent in der Bezirksliga. Das Spiel soll nach derzeitigen Planungen am 19. August stattfinden.

Mit dem Lockdown und den damit verbundenen Einschränkungen hatte Raimund Schleszies seinen Spielern einen Trainingsplan mitgegeben, überwiegend mit Laufübungen. Seinen ersten Eindrücken nach seien diese anscheinend auch weitestgehend befolgt worden. Mit Lockerung der Verhaltensregeln treffen sich Trainerteam und Mannschaft mittlerweile zudem einmal in der Woche auf dem Platz zum lockeren Training. Offizieller Start der Vorbereitung soll der 12. Juli sein.

Dann geht der Verein mit einem fast unveränderten Kader in die neue Saison, wie Teammanager Jan Höwelmeier berichtet. Bis auf Maximilian Mainz und Co-Trainer Michael Zaum konnte der komplette Stamm gehalten werden. Drei Neuzugänge, davon einer aus der eigenen Jugend, sollen dem Kader mehr Breite geben.

Berücksichtigt man die Rückkehr der Langzeitverletzten, die sich allesamt wieder im Training befinden, sowie Ferhat Tam, der nach seinem Wechsel vom 1. FC Mönchengladbach jetzt erst spielberechtigt ist, scheint das Team noch stärker als im Vorjahr zu sein.

„Wir wollen uns auch in der höheren Liga nicht verstecken, da bin ich sehr optimistisch“, sagt Teammanager Höwelmeier. „Ein einstelliger Tabellenplatz, je nach Zusammensetzung der Bezirksliga-Gruppe, ist unser Ziel“, ergänzt Trainer Schleszies. Er möchte dabei die Teams aus Düsseldorf nicht in seiner Gruppe sehen. „Die haben in finanzieller Hinsicht ein paar Möglichkeiten mehr als wir und stehen auch wettbewerbsmäßig besser da. Wir können da leider nicht mithalten“, sagt Schleszies weiter.

Der SC Hardt besitzt in der Bezirksliga das Potenzial, ähnlich gut abzuschneiden wie die Vorgänger Neuwerk und Kleinenbroich. Neuwerk etablierte sich als Aufsteiger auf Anhieb als Tabellensiebter in dieser Saison, Kleinenbroich beendete seine zweite Spielzeit in der Klasse sogar auf Platz zwei. Die Stärke von Hardt liegt in der Offensive und darf zu den besten gezählt werden, egal, wie die Zusammensetzung der Liga aussehen wird. Das starke Trio um Okan Cavus, Janpeter Zaum und Thomas Coenen dürfte auch eine Spielklasse höher Garant für Tore und Punkte sein. Damit sollte Hardt erfolgreicher abschneiden als beim bislang letzten Ausflug in die Bezirksliga 2013/14 – damals stieg Hardt nach nur einer Saison als Drittletzter wieder ab.

Und obwohl sich der Verein weiterhin keine teuren Transfers leisten kann, spricht die Kadertiefe für sich. Ein Plus ist zudem das Trainerteam um Raimund Schleszies, das bewiesen hat, dass es gute Spieler besser machen kann – auch die Kameradschaft abseits des Fußballplatzes spricht für die Mannschaft. All das sind wesentliche Faktoren, weshalb Hardt auch in der neuen Spielklasse eine ernstzunehmende Rolle zuzutrauen ist.