Niederrheinpokal der Frauen Verband schließt Halbfinal-Teilnahme des FV Mönchengladbach aus

Mönchengladbach · Als 1. FC Mönchengladbach erreichten die Frauen das Halbfinale des Niederrheinpokals. Dann verließen sie den Verein und riefen den FV Mönchengladbach 2020 ins Leben. Ihre Geschichte im Pokal dürfen sie unter neuem Namen nicht fortsetzen. Das sei laut Verband nicht möglich.

 Mit dem 1. FC Mönchengladbach erreichten die Frauen das Halbfinale und riefen anschließend den FV Mönchengladbach 2020 ins Leben.

Mit dem 1. FC Mönchengladbach erreichten die Frauen das Halbfinale und riefen anschließend den FV Mönchengladbach 2020 ins Leben.

Foto: Theo Titz

Am Dienstag terminierte der Fußballverband Niederrhein (FVN) die beiden Halbfinal-Spiele im Niederrheinpokal der Frauen (16. August). Im Grunde eine Formalität, die aber Gesprächsbedarf nach sich zog. Denn für die eine Begegnung ist der 1. FC Mönchengladbach gesetzt – der mit einer Mannschaft das Halbfinale erreichte, die es so gar nicht mehr gibt. Denn der Verein meldete zur kommenden Saison unter anderem seine erste und zweite Damen-Mannschaft nicht mehr für den Spielbetrieb an – laut Aussage aus dem Frauen-Bereich, da die Trainingsplätze für die in die Oberliga aufgestiegene Herrenmannschaft benötigt würden. Die Frauen-Abteilung trat daraufhin geschlossen aus dem Verein aus und rief den FV Mönchengladbach 2020 ins Leben.

Die Verantwortlichen des FV hoffen seitdem, sowohl im Pokal als auch in der Liga das als 1. FC Geleistete fortführen zu können – heißt: unter neuem Namen sowohl weiter in der Niederrheinliga wie auch im Pokal das Halbfinale zu spielen. Zumindest Letzteres ist nach Aussage vom Verband nun ausgeschlossen. „Im Pokal wird der FV Mönchengladbach definitiv nicht das Halbfinale bestreiten. Das ist ein laufender Wettbewerb. Da kann ein neuer Verein nicht mittendrin einsteigen“, sagt Henrik Lerch, Pressesprecher des FVN, unserer Redaktion. Er fügt an: „Wir können einen Verein nicht aus dem Pokal nehmen und durch einen neuen austauschen, nur weil sich die Spieler abgemeldet haben.“

Laut Lerch sei der FV Mönchengladbach nicht in die Gespräche um die Pokaltermine involviert gewesen. Denn der Platz im Halbfinale gehört dem 1. FC Mönchengladbach, und dieser kann laut Ferch nun entscheiden, wie er damit umgeht. Der Verband warte noch auf eine Entscheidung. Entweder meldet der 1. FC eine Damen-Mannschaft und tritt im Pokal an, was aufgrund der jüngsten Entwicklung eher unwahrscheinlich sein dürfte, oder er verzichtet. Der Gegner Borussia Bocholt würde dann ein Freilos für das Finale erhalten. Für eine Aussage dazu war der 1. FC am Donnerstag nicht zu erreichen.

Optimistischer darf der FV Mönchengladbach hinsichtlich eines Startrechts für die kommende Saison der Niederrheinliga sein. „Da wird im Verband viel versucht“, sagt Lerch. Diese Entscheidung wird allerdings noch dauern. Erst in der kommenden Woche beginnen die Gespräche, wie die Spielklassen im Verband Niederrhein für die Saison 2020/21 aufgestellt werden. Theoretisch besitzt dabei auch der 1. FC Mönchengladbach noch ein Spielrecht für die Niederrheinliga.