Handball: Gegen Dinslaken zählt für die SGR nur ein Sieg

Handball : Gegen Dinslaken zählt für die SGR nur ein Sieg

Zur ungewohnten Anwurfzeit am Sonntag um 11.15 Uhr muss der Handball-Regionalligist weiter punkten.

Woran man merkt, dass man „nur“ ein Amateur ist? Wahrscheinlich daran, wenn ein Punktspiel der eigenen Mannschaft an einem Sonntag um 11.15 Uhr beginnt. Zuschauer- und spielerfreundlich ist das sicher nicht – und doch muss die SG Ratingen zu dieser ungeliebten Uhrzeit bei der MTV Rheinwacht Dinslaken ran.

„Der Spieltermin ist aber keinerlei Entschuldigung für uns“, betont Trainer Khalid Khan. „Wir trainieren extra noch einmal am Samstagvormittag, damit sich die Körper der Spieler schonmal daran gewöhnen.“

Dinslaken hat wie die SGR 6:2 Punkte auf dem Konto, doch die Voraussetzungen sind nicht unbedingt dieselben. Der Gegner ist frisch in die Liga aufgestiegen. „Das ist eine sehr eingespielte Mannschaft mit einer Menge Euphorie“, betont Khan. „Das werden 60 harte Minuten für uns. Wir haben Respekt, aber keine Angst.“

Geschäftsführer Bastian Schlierkamp ist da deutlicher und fordert einen Sieg von seiner Mannschaft. „Spiele wie in Rheinbach, wo wir unnötig verlieren, das kann nicht unser Anspruch sein“, betont er. Auch vergangene Woche tat sich die Mannschaft gegen BTB Aachen, ebenfalls Aufsteiger, sehr schwer und gewann nur mit zwei Toren. „Ich bin sehr gespannt ob die Jungs die Dinge, die ich ihnen in der Zwischenzeit an die Hand gegeben habe, umsetzen werden“, sagt Khan.

Dabei fehlen ihm einige Spieler. Jan Kerssenfischer fällt wahrscheinlich bis zum Saisonende aus, Etienne Mensger ist krank. „Da fehlen uns wahrscheinlich beide Linkshänder“, sagt Khan. Auch Ole Völker muss zwei Wochen pausieren, während Ace Jonovski wieder ins Training einsteigt und Filip Lazarov langsam wieder fit ist. „Aber da wollen wir nicht meckern, wir haben ja einen breiten Kader und können sicherlich einiges auffangen“, sagt Khan.

Die Niederlage des Löwenrudels in Rheinbach tut der Mannschaft tabellarisch indes nur bedingt weh – alle Teams verloren in dieser Spielzeit bereits Punkte, Platz eins bis fünf trennt nur ein Zähler. Sorgen macht da eher, dass der eigentlich doch überlegene Kader der Ratinger in den letzten Spielen nicht so auftrumpfte wie erwartet. „Die Spieler trainieren hervorragend“, sagt Khan.

Wird Zeit, dass sich das auch mal in einem Liga-Spiel zeigt – am Besten zur Unzeit von 11.15 Uhr am Sonntagmorgen.

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