Sieg gegen Aachen: Löwenrudel gibt die richtige Antwort

Sieg gegen Aachen : Löwenrudel gibt die richtige Antwort

Die SG Ratingen schlägt BTB Aachen 28:26. In der zweiten Halbzeit wurde es kurzzeitig eng.

Die Spieler der SG Ratingen haben die richtige Antwort auf die bittere Pleite gegen Rheinbach vergangene Woche gegeben. Im Heimspiel gegen BTB Aachen siegte der Handball-Nordrheinligist 28:26 (13:12) und setzt sich damit wieder in der Spitzengruppe fest.

Kurz nach der Halbzeitpause schien die Partie schon entschieden. Das Löwenrudel setzte sich innerhalb weniger Minuten auf 17:13 ab – ein beruhigender Vier-Tore-Vorsprung. „Dann haben wir aber unsere Linie ein wenig verloren“, sagt Trainer Khalid Khan. Die Aachener, die ohne den verletzten Ex-Ratinger Simon Breuer aufliefen, kamen zurück in die Partie und gingen sogar 21:20 in Führung. „Da hätte das Spiel kurz kippen können“, sagt Khan.

Er reagierte, brachte Jascha Schmidt im Tor für den bis dahin durchwachsen haltenden Petre Angelov. „Schmidt hat super gehalten und einige wichtige Paraden gezeigt“, betont Khan. Und die SGR meldete sich zurück. Ein verwandelter Siebenmeter von Filip Lazarov und zwei Tore von Christian Mergner brachten das Löwenrudel wieder in Führung – ein Vorsprung, den es bis Spielende auch nicht mehr hergeben sollte.

Auch wenn die Ratinger kämpferisch überzeugten, spielerisch war viel Luft nach oben. „Wir haben keine Abpraller bekommen und vorne sehr viele Freie verworfen“, sagt Khan. „Daran müssen wir arbeiten.“ Insgesamt stand die Abwehr, in den vergangenen Wochen immer das Prunkstück der Ratinger, nicht gut. „Wir hatten keine gute Abwehrleistung und auch Angelov spielte nur durchwachsen“, erklärt Khan. Gut, dass er in Jascha Schmidt einen zweiten starken Torhüter in der Hinterhand hat.

Personell hatten die Ratinger es nicht leicht. Lazarov war angeschlagen, Ace Jonovski fehlte weiter komplett. „Ab der 40. Minute spielten wir nur noch mit deutschen Spielern“, sagt Khan. „Und das sehr gut. Da sieht man: Wir sind nicht nur von den Mazedoniern abhängig.“ Auch Ole Völker konnte kaum spielen, er war ebenfalls angeschlagen.

So sprangen andere in die Bresche. Lukas Plaumann zeigte nach dem ganz schwachen Auftritt in der Vorwoche ein gutes Spiel und belohnte sich mit fünf Treffern. „Lukas hat eine richtige Antwort gezeigt“, betont Khan. „Er hat das Spiel im Rückraum vor allem gut geleitet, das hat uns ja ein wenig gefehlt.“

Trotz des Sieges sieht der Trainer sein Team noch lange nicht angekommen. „Wir haben jetzt ein gutes Spiel gemacht“, sagt Khan. „Aber mit der Abwehrleistung war ich nicht zufrieden. Wir hatten viele Höhen und Tiefen, das wird auch so bleiben. Ich bin gespannt, wie sich die Mannschaft in den nächsten Wochen präsentiert.“

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