Eishockey: Aliens treffen auf alte Bekannte

Eishockey : Aliens treffen auf alte Bekannte

Der Eishockey-Regionalligist spielt Freitag (20 Uhr) gegen Hamm und Sonntag (19 Uhr) in Dinslaken.

Ein Sieg, eine Niederlage – so lautet die Bilanz für die Ratinger Ice Aliens nach den ersten beiden Saisonspielen. Nach dem erfolgreichen Auftakt gegen Herford, als der Eishockey-Regionalligist den Meister mit 4:1 besiegte, kassierte er beim ersten Auswärtstauftritt in Neuwied eine deftige 1:6-Schlappe. Bereits nach 25 Minuten lag man 0:4 hinten. Für Trainer Sikorski kam die erste Pleite wenig überraschend: „Wir sind noch nicht soweit, wie viele vielleicht glauben. Bis November wird es dauern, bis alles passt. Derzeit sind wir vielleicht bei 60 Prozent“, sagt Sikorski über den Leistungsstand seiner Mannschaft. Die Niederlage hat Sikorski indes abgehakt und glaubt weiter an seine Mannschaft: „Die Jungs wissen, worum es geht. Wir haben natürlich viel nach dem Spiel in Neuwied gesprochen. Am Sonntag hat man gesehen, dass Jeder jeden schlagen kann, das ist das, was ich bislang die ganze Zeit gesagt habe.“

Heute Abend (20 Uhr) kommt mit den Hammer Eisbären eine torhungrige Mannschaft an den Sandbach. Dem 14:0-Auftaktsieg in Lauterbach ließen die Eisbären ein 8:0-Heimsieg gegen die Löwen Frankfurt folgen. Trainer Sikorski erstarrt angesichts der 22:0-Tordifferenz des nächsten Gegners jedoch nicht vor Angst. „Angst werden wir nicht haben. Natürlich müssen wir höllisch aufpassen. Aber auch wir sind in der Lage, jede Mannschaft zu schlagen und jedes Spiel zu gewinnen“, sagt der Trainer vor dem Heimspiel selbstbewusst. „Trotzdem werden wir erstmal kleine Brötchen backen, versuchen, defensiv besser zu stehen als in Neuwied und wir hoffen natürlich auch wieder auf eine gute Torwartleistung“, fügt Sikorski an.

Felix Zerbe, mit Sikorski vor der Saison aus Dinslaken gekommen, überzeugte am Wochenende zwischen den Ice Aliens-Pfosten. „Auch am kommenden Wochenende wird er zum Einsatz kommen“, kündigte Sikorski. Stammtorwart Christoph Oster, der aufgrund eines familiären Trauerfalls fehlte, bekommt von Trainer Sikorski Zeit zum Trauern: „Der Junge braucht einen freien Kopf. Wir werden ihn erst wieder einsetzen, wenn er selber dazu bereit ist. Wir wollen ihn aber nicht unter Druck setzen“, sagt Sikorski voller Mitgefühl für Oster. „Gegen Dinslaken am Sonntag könnte er aber wieder spielen, wenn er selber soweit ist“, ließ Sikorski zudem durchblicken.

Die Dinslaken Cobras, Ex-Club von Sikorski und Gegner am Sonntag (19 Uhr in Dinslaken), zeigten sich ähnlich treffsicher wie Hamm: Nach drei absolvierten Partien führen die Cobras die Tabelle mit neun Punkten an und erzielten dabei bereits 23 Tore. Ob es ein Vorteil ist, gegen seinen Ex-Club anzutreten? Sikorski wiegelt ab: „Natürlich kenne ich den Verein noch sehr gut. Auf der anderen Seite wissen die meisten Spieler in Dinslaken natürlich auch, was für ein System ich spielen lasse“, erklärt Sikorski vor dem Duell gegen den alten Arbeitgeber. „Natürlich wird es keine leichte Aufgabe in Dinslaken, da wird die Tagesform und Kleinigkeiten entscheiden“, glaubt Sikorski und gibt dabei die taktische Marschroute für die anstehende Wochenende aus: „Zunächst müssen wir diszipliniert, geduldig spielen und dann die Chancen, die wir bekommen, eiskalt nutzen“ Das Spiel in Dinslaken wird ohnehin ein Duell alter Bekannter: Trainer der Cobras ist Ex-Alien Milan Vanek, im Tor steht Dennis Kohl, der viele Jahre am Sandbach den Kasten hütete.