Ratingen: Unfallkommission des Kreises Mettmann fordert Ampelanlage für die Rehhecke/Krummenweger Straße

Ratingen : Unfallkommission fordert Ampelanlage

Die Knallkreuzung an der Rehhecke soll entschärft werden. Elf Unfallschwerpunkte in Ratingen.

So eine Art Dauerbrenner steht am Donnerstag, 31. Oktober, 17 Uhr, Pfarrzentrum St. Christophorus, auf der Tagesordnung des Bezirksausschusses Lintorf/Breitscheid: Es geht wieder um die „Knallkreuzung“ Rehhecke/Krummenweger Straße. Nach schweren Unfällen wurde wieder die Politik vorstellig und diskutierte Lösungsmöglichkeiten wie Kreisverkehr und Ampelanlage. In diesem Gremium war bekannt geworden, dass sich bereits die Unfallkommission des Kreises Mettmann mit der Örtlichkeit beschäftigt hatte und eine Ampelanlage fordert. Im September beschloss der Bezirksausschuss, zu diesem Thema einen Bericht der Verwaltung einzufordern.

Jüngst wurden die Ergebnisse der Unfallkommission im Fachausschuss des Kreishauses vorgestellt.  Es geht um die Unfallgeschehen der Jahre 2017 und 2018. Vorwiegend im Jahr 2018 hat die Kommission verschiedene Örtlichkeiten, an denen es im Laufe des Jahres vermehrt zu Unfällen gekommen ist, untersucht. Bei neun von zehn Städten waren an unterschiedlichen Stellen die Kriterien der Unfallhäufungsstelle erfüllt. Ein Unfallschwerpunkt ist für die Polizei genau definiert: Nicht die Zahl der Unfälle ist allein entscheidend, es müssen auch Ähnlichkeiten beim Hergang wie immer gleiche Vorfahrtsverletzungen etc. erkennbar sein. In Ratingen hatten die Mitglieder immerhin mit elf solcher Stellen mit insgesamt 102 Unfällen  die meisten im Kreis Mettmann abzuarbeiten. Insgesamt wurden kreisweit 37 Unfallstellen untersucht. In vielen Fällen wurden die Stellen durch Ampeln, technische Maßnahmen oder Fahrbahnsanierung bereits entschärft oder es ist zumindest geplant.

Brachter Straße: Die neue Ampel in Homberg könnte die Unfallhäufigkeit senken. Foto: Blazy, Achim (abz)

Die Einmündung Rehhecke/Krummenweger Straße wurde zuletzt 2014 von Kommission begutachtet, dann ging die Unfallserie wieder los, man musste wieder hin.  Im Protokoll heißt es: „Alle Beteiligten stellen fest, dass eine LZA (Lichtzeichenanlage) unabdingbar ist. Die Lichtzeichensignalanlage ist in Abstimmung mit dem Verkehrskonzept der Stadt Ratingen baldmöglichst (bis 2020) zu errichten. Bis zur Umsetzung ist die Geschwindigkeit auf der Krummenweger Straße (L139) beidseitig auf 50 km/h zu reduzieren und das Verkehrszeichen 1006-36 (Unfallgefahr) aufzustellen.“ Und: „Das Aufstellen der Verkehrszeichen wurde durch Anordnung veranlasst. Die Signalisierung des Knotenpunktes soll 2020 erfolgen.“ Damit dürfte das Thema Kreisverkehr endgültig vom Tisch  sein.

Zu den weiteren Unfallhäufungsstellen in Ratingen zählt die Brachter Straße, Auffahrt zur A44 in Richtung A3: Die Unfallkommission will die Erneuerung der Ampelanlage Meiersberger Straße/Brachter Straße abwarten und die Stelle weiter beobachten. 2017 hatten sich dort fünf Auffahrunfälle ereignet.

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