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Klaus Engels aus Neuss organisiert Gründer-Ball in Berlin am 17. November

Startup-Experte Klaus Engels : Neusser organisiert Gründer-Ball in Berlin

Am Samstag trifft sich in der Hauptstadt das „Who is Who“ der Startup-Szene. Hauptorganisator ist der Neusser Klaus Engels.

Wenn es um die „Berufskleidung“ in Startups geht, haben viele Menschen diesen Dresscode vor Augen: Sportschuhe, Jeans und verwaschene T-Shirts mit Atari-Logo oder „Metallica“-Schriftzug. Am Samstag allerdings präsentiert sich die digitale deutsche Szene in Berlin im Smoking und langen Kleid. Im Rahmen des zweiten „Gründergeist-Ball“ im Kaiserlichen Telegrafenamt kann sie der Öffentlichkeit zeigen, dass sie auf dem Tanzparkett eine ebenso gute Figur abgibt wie am oft zitierten Kickertisch. In dem spektakulären Gebäude nahe des Gendarmenmarktes trifft sich das „Who is Who“ der digitalen Gründerszene: „Unter anderem haben die Gründer von Flixbus, Flaconi, Auto1Group, Trivago und Home24 ihr Kommen zugesagt. Insgesamt werden über 600 Gäste kommen“, sagt einer der Hauptorganisatoren der Veranstaltung: Klaus Engels.

Der 56-jährige Neusser ist Mitbegründer und geschäftsführender Gesellschafter der Gründergeist GmbH. Diese hat es sich zum Ziel gesetzt, „das Unternehmertum in Deutschland durch verschiedene Initiativen zu fördern“, beispielsweise mit dem Ball im Telegrafenamt. Die Erlöse der Ticketverkäufe und der Versteigerung gehen an die Initiative „StartupTeens“, die junge Unternehmer im Alter zwischen 14 und 19 Jahren unterstützt. Unter anderem werden ein Lunch mit Ex-Nationalspieler Philipp Lahm und ein von Vitali Klitschko signierter Boxhandschuh versteigert. Auch das Fernsehen ist dabei. „N-TV berichtet exklusiv über das Event“, sagt Klaus Engels.

„Wir kennen die Startup-Szene in Berlin und die Szene kennt uns“, betont er. Wir verbinden die Innovationskraft der Gründer mit der Nachhaltigkeit und den Möglichkeiten des erfolgreichen Mittelstands.“ Klaus Engels ist ein Mann, der bestens vernetzt ist und hinter den Kulissen agiert. Der „Ur-Neusser“ – im Lukaskrankenhaus geboren, aufgewachsen auf der Furth, Abitur am „Schwann“ – ist selbst als Unternehmer erfolgreich. Nach kaufmännischer Ausbildung und BWL-Studium folgten führende Positionen bei namhaften und global tätigen Unternehmensberatungen. 2002 machte er sich zusammen mit zwei Partnern mit der Engels Consulting GmbH selbstständig. An bis zu 120 Tagen im Jahr ist er deutschlandweit unterwegs, berät unter anderem IT-Firmen, Autobauer und Energieversorger in Fragen der Führungskräfte-Entwicklung und tiefgreifenden Veränderungsprozessen.

Auch in Berlin ist er häufig. Dort hat die Gründergeist GmbH ihren Sitz. Der Begriff Startup meint in der Regel Neugründungen mit einer innovativen Idee und einem enormen Wachstumspotenzial. Oft, aber nicht immer, sind es digitale Geschäftskonzepte. Durch das Vox-Format „Die Höhle der Löwen“ bekam dieser Wirtschaftsbereich eine breite Öffentlichkeit. Für Klaus Engels hat Deutschland dennoch reichlich Nachholbedarf. „Wir haben zu wenige Gründungen“, bedauert er. Das liege unter anderem an mangelnder Risikobereitschaft, hohen bürokratischen Hürden und der Schwierigkeit, von Banken heutzutage Startkapital zu bekommen.

Aufgrund seines Berufs sind Engels die Metropolen zwischen Hamburg und München vertraut. Seiner Heimatstadt aber bleibt er treu. Sein Home-Office hat er in Reuschenberg, sein Hauptbüro in Düsseldorf. Er engagiert sich im Lions Club Neuss und moderiert einen Arbeitskreis lokaler Unternehmer. In Schützenkreisen ist er als Schriftführer der Neusser Schützenlust (und Oberleutnant bei den „Schwemmböxges“) bekannt. So ist es auch nicht verwunderlich, dass er einen prominenten Schützen-Kameraden für die Moderation des Startup-Balls gewinnen konnte: RTL-Mann Wolfram Kons. Wenn man so will, wird der morgige Abend in Berlin also maßgeblich von Neussern geprägt.