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Handball-Regionalliga: Start ins Ungewisse für den TV Korschenbroich

Handball-Regionalliga : Start ins Ungewisse für den TV Korschenbroich

Vor einem Monat bestritt der TV Korschenbroich sein letztes Ligaspiel. Dafür stehen nun in zehn Wochen gleich 13 Partien an – ein Programm, das zur Belastungsprobe wird. Am Samstag ist Bonn zu Gast.

Da der Handballverband Niederrhein zuletzt beschloss, die Saison um zwei Wochen zu verlängern, bleiben den Vereinen noch zweieinhalb Monate, um die noch ausstehenden Spiele zu absolvieren. Aktuell hat der TV Korschenbroich erst 13 von 26 Saisonspielen ausgetragen – heißt also: 13 Begegnungen stehen noch aus, quasi die komplette Rückrunde. Für einen Amateurverein eine Belastungsprobe, findet TVK-Trainer Dirk Wolf: „Ich mache mir dabei ein wenig Sorgen um die Gesundheit der Spieler. Letztlich haben sie auch noch berufliche Verpflichtungen.“

Beim TV Korschenbroich hofft man nun, dass zumindest die für die kommenden Wochenenden regulär vorgesehenen Partien auch alle stattfinden – und das der Berg an Nachholspielen nicht weiter steigt. An diesem Samstag empfängt Korschenbroich – sollte nichts mehr dazwischen kommen – den TSV Bonn.

Die Gäste haben einen Vorteil: Sie haben bereits vier Begegnungen mehr absolviert als der TVK und befinden sich zumindest im Spielrhythmus. Das kann von den Hausherren nicht behauptet werden, da Korschenbroich in diesem Kalenderjahr erst zwei Mal auf der Platte stand. Die Voraussetzungen sind damit sicherlich nicht optimal, zumal zuletzt wegen Corona-Infektionen auch nicht immer der komplette Kader für Trainingseinheiten zur Verfügung stand. „Wir haben zwar immer unsere Einheiten genutzt, aber zuletzt waren es nur sechs, sieben oder acht Spieler, die anwesend waren“, sagt Wolf.

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Mittlerweile sind alle Akteure bei Korschenbroich wieder genesen, so dass Wolf lediglich auf Torhüter Felix Krüger verzichten muss, der vor zwei Wochen erfolgreich an der Hand operiert wurde. „Den einen hat die Erkrankung mehr erwischt und den anderen weniger“, sagt der Korschenbroicher Trainer und fügt an: „Daher ist es auch nicht klar, wie der Fitnesszustand der einzelnen Spieler ist. Im Gegensatz zu den Profis, die während der Erkrankung auch von Kardiologen betreut werden, bekommen Amateure dort noch nicht einmal einen Termin. Also müssen wir die jeweiligen Einsätze sehr gut dosieren und selbst auf die kleinsten Erschöpfungsmerkmale achten.“

In der ehemaligen Bundeshauptstadt hatten die Korschenbroicher im Hinspiel in den ersten 20 Minuten im Angriff noch Probleme, ehe sie Partie an sich rissen und diese beim 31:26-Erfolg bis zum Schluss kontrollierten. Im Heimspiel amSamstag wird es darauf ankommen, dass das Zusammenspiel zwischen Torhütern und Abwehr funktioniert und die Abläufe im Angriff geduldig vorgetragen und die richtigen Lösungen gefunden werden. „Wir freuen uns auf dieses Spiel und darauf, nach den Trainingseinheiten innerhalb der Woche auch wieder in den Wettkampfmodus zu kommen“, sagt Wolf. „Wegen unserer langen Pause kann es durchaus sein, dass spielerisch noch nicht alles glatt laufen wird, dafür wird die Mannschaft kämpferisch bestimmt alles aus sich heraus holen. Ich hoffe noch auf eine zahlreiche Unterstützung unserer tollen Fans und dann werden wir es gerade zu Hause schaffen, beide Punkte in Korschenbroich zu behalten.“