Fußball: Trainer Thomas Vaßen über seinen Einstand bei SpVg Odenkirchen

Fußball : Neuer Trainer lässt keine negativen Gedanken zu

Thomas Vaßen hat das Traineramt bei der SpVg Odenkirchen übernommen. Er ist überzeugt, dass der Verbleib in der Bezirksliga gelingt.

Es war ein herzlicher Empfang von Spielern und auch Trainerkollegen, als Thomas Vaßen das Foyer der Jahnhalle während der Hallenstadtmeisterschaften betrat. Dass der ehemalige Trainer des Polizei SV immer noch viele Freunde in Pesch hat, war nicht zu übersehen.

Dabei hatte sich Vaßen selbst eine einjährige Pause vom Trainerjob auferlegt. Aber erstens kommt es anders als man zweitens denkt. Im November fühlte Odenkirchen, das aus der Landesliga abgestiegen war und nach zahlreichen Abgängen und dem gesundheitlichen Rückzug des damaligen Trainers Manfred Claßen nun interimsmäßig trainiert wurde, bei Vaßen vor. Der Absteiger kämpfte von Beginn an gegen einen weiteren Abstieg und benötigte eine ordnende Hand an der Seitenlinie. Nach einigen Gesprächen wurden sich beide Seiten handelseinig, so dass es Ende November zur Vertragsunterzeichnung kam.

„Irgendwie passte es von Anfang an. Unsere Konzepte stimmten in den meisten Punkten überein. Somit habe ich Pause Pause sein gelassen und habe unterschrieben, da ich auch Teil des Gesamtprojektes sein möchte“, erklärte der neue Odenkirchener Übungsleiter. „Dumm nur, dass ich mich tags darauf in den Urlaub verabschiedet habe. So habe ich das Team erst eine Woche vor der Hallenstadtmeisterschaft kennengelernt. Nur drei Spieler kannte ich näher, obwohl wir mit dem PSV noch letzte Saison in der Kreisliga A – damals gegen Odenkirchen II – gegeneinander gespielt haben. Aber ich habe in der Anbahnungsphase die Mannschaft begutachtet und habe dabei ein intaktes Team gesehen. Das war mit ein Grund für meine Zusage“, fügt er hinzu.

Dass die Mission Klassenverbleib kein leichtes Unterfangen wird, weiß auch Vaßen: „Wir haben jetzt an drei Tagen hintereinander im Training Gas gegeben. Wenn wir dann am Ende einen Zähler über dem Strich landen, hat sich die ganze Mühe gelohnt. Mit 20 Spielern kann man im Training auch schon einiges einstudieren. Zudem ist die Stimmung und Moral nach den zuletzt geholten Punkten natürlich wesentlich besser. Auch die Neuzugänge haben sich schon integriert.“

Womöglich könnte der Kader um zwei weitere Spieler verstärkt werden, aber „wir befinden uns in Gesprächen. Möglich, dass die beiden erst zur kommenden Saison zu uns stoßen werden“, sagt der Trainer. Ob Bezirksliga oder Kreisliga A, Vaßen vertraut vor allem auf seinen Co-Trainer und Cousin Tobias Vaßen sowie die Betreuer Uwe Schönwälder und Reiner Dürselen. „Das ist das beste Team, mit dem ich je gearbeitet habe. Mit denen würde ich auch eine Klasse niedriger liebend gern weitermachen – aber dazu wird es nicht kommen“, erteilt der Coach aufkommenden Negativgedanken zugleich eine Abfuhr. Damit setzt sich ein Kette fort, denn Vaßens letztes Spiel als PSV-Trainer war gegen seine derzeitigen Spieler.