Landesliga: 1. FC Mönchengladbach ist weiter im Titelrennen

Fußball : Odenkirchen verliert sein Heimspiel

Gegen die SSVg. Heiligenhaus unterliegt der Landesligist 1:2. Der 1. FC Mönchengladbach verkürzt mit einem 3:1 in Remscheid den Rückstand auf die Tabellenspitze, dem VfL Jüchen gelingt beim 6:1 in Düsseldorf ein Befreiungsschlag.

Der VfL Jüchen hat im Rennen um den Klassenverbleib einen wichtigen Sieg eingefahren. Beim Tabellenschlusslicht DSC Düsseldorf gewannen die Jüchener mit 6:1. Der Kantersieg war auch für das Jüchener Torverhältnis wichtig. Damit feierte Georg Krahwinkel, der am Dienstag das Traineramt von Michele Fasanelli übernommen hatte, einen gelungenen Einstand. „Am Trainerwechsel lag es nicht, die Jungs haben endlich mal effektiv ihre Torchancen genutzt“, sagte VfL-Vorsitzender Christoph Sommer. „Auch nach dem frühen Rückstand blieben die Köpfe oben.“ Fasanelli hatte „Jolo“ Krahwinkel eine eingespielte Mannschaft übergeben.

Das 1:0 durch Bojan Katic wurde von Dominik Lingweiler unterstützt. Der Jüchener Torwart unterschätze einen DSC-Freistoß. Durch einige gute Paraden in Halbzeit zwei machte Lingweiler seinen Fehler aber mehr als wett. Anders als in vielen anderen Spielen blieben die Köpfe bei den Jüchenern oben. Nach einem gut vorgetragenen Angriff über die linke Seite fiel das 1:1 (32.). Sven Raddatz flankte den Ball in die Mitte, wo Danny Hepner nur noch den Fuß hinhalten musste. Nur fünf Minuten später ging der VfL in Führung. Nach einem Foulspiel an Konstantine Jamarishvilli tritt Yannick Peltzer zum Strafstoß an. Den Schuss konnte DSC-Keeper Laurin Beer noch abwehren, gegen den Nachschuss von Peltzer war er aber machtlos.

Unmittelbar nach dem Seitenwechsel erhöhte Hepner per Kopf nach einer Flanke von Marius Köller auf 3:1. Spätestens das 4:1 durch Sven Raddatz (55.) sorgte für klare Verhältnisse. Kurz nachdem Michael Kersten auf 5:1 (60.) erhöht hatte, flog Jamarishvilli mit einer Roten Karte vom Platz. „Da kam sein südländisches Temperament zum Vorschein“, sagte Sommer. Jamarishvilli hatte seinen Gegenspieler nach einem Foulspiel beleidigt. In der 86. Minute trat Peltzer erneut zum Elfmeter an, diesmal verwandelte er direkt zum 6:1-Endstand. Kersten war zuvor gefoult worden. „Wir sind natürlich sehr froh über den Sieg, haben aber noch einen weiten Weg vor uns“, sagte Sommer.

Der 1. FC Mönchengladbach hat mit einem Sieg beim FC Remscheid seine Ansprüche auf einen Spitzenplatz in der Landesliga untermauert. Der 3:1-Erfolg bei den Remscheidern, die zuvor sechs Heimspiele in Folge gewonnen hatten, war absolut verdient. „Wir hatten einige Startschwierigkeiten, aber spätestens nach dem Seitenwechsel hatten wir Spiel und Gegner im Griff“, sagte FC-Coach Benedict Weeks. Dabei begannen die Westender furios. In der 10. Minute nutzte Oguz Ayan eine Unstimmigkeit in der Remscheider Defensive eiskalt zum 1:0 aus. Gero Wolters hätte wenig später fast auf 2:0 erhöht, sein Kopfball ging nur knapp über die Latte.

Danach übernahmen die Hausherren das Kommando. „Remscheid war bis zur Pause die bessere Mannschaft und hat sich den Ausgleich verdient“, meinte Weeks. „Ich hatte aber das Gefühl, dass dann bei denen die Kraft in der zweiten Halbzeit fehlte.“ Die Gastgeber hatten in der zweiten Hälfte keine echte Torchance mehr, kamen nur bei Standardsituation vor das Gladbacher Tor. Nachdem der Ball ins Seitenaus gespielt worden war reagierte Durukan Celik am schnellsten: Seinen weiten Einwurf verwandelte Semih Zeriner per Kopf zur 2:1-Führung. Auch das 3:1 fiel, weil die Gladbacher schneller reagierten. Wolters führte einen Freistoß schnell aus, Ayan traf ins Tor.

Die SpVg. Odenkirchen hat gegen die SSVg. Heiligenhaus eine bittere 1:2-Niederlage kassiert. In letzter Minute trafen die Gäste zum Siegtreffer, nachdem Kevin Afari das Leder per Faustabwehr nicht richtig aus der Gefahrenzone gebracht hatte. „Das ist natürlich für uns und Kevin eine bittere Situation“, sagt Trainer Jörg Pufahl. „Er hätte hier vielleicht mit mehr Wucht agieren müssen.“ Insgesamt war es aus Odenkirchener Sicht eine schwache Partie, in der viel zu häufig die Ordnung verlorenging. „Es fehlte die Ruhe am Ball“, sagte Pufahl. In der ersten Spielhälfte hatten die Gastgeber keine Torchance. Das zwischenzeitliche 1:1 markierte der eingewechselte Tayfun Yilmaz nach Flanke von Jan Rakow.

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