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Mönchengladbach: Partner: Hochschule und Deutsche Börse

Mönchengladbach : Partner: Hochschule und Deutsche Börse

Mit einem Kooperationsvertrag soll der geplante Studiengang "Banking & Finance" aufgewertet werden. Es wird ein Modul angeboten, das auf die Abschlussprüfung zum zertifizierten Börsenhändler Derivate vorbereiten soll.

Seit nunmehr zwölf Jahren haben Studierende im Studiengang Betriebswirtschaft der Hochschule Niederrhein die Möglichkeit, sich an der Deutschen Börse AG zum Aktien- bzw. Derivatehändler zertifizieren zu lassen. Jetzt haben Hochschulpräsident Prof. Dr. Hans-Hennig von Grünberg und Gerhard Bauer, Leiter der Capital Markets Academy der Deutschen Börse AG, einen entsprechenden Kooperationsvertrag unterschrieben. Prof. Dr. Siegfried Kirsch, Dekan des Fachbereichs Wirtschaftswissenschaften, sieht darin eine Aufwertung des geplanten Studiengangs Banking & Finance. Zukünftig wird dort - wie im berufsbegleitenden Studiengang BBS - ein Modul angeboten, das auf die Abschlussprüfung zum zertifizierten Börsenhändler Derivate vorbereiten soll und von Prof. Dr. Bernhard Müller gelehrt wird.

"Banken, Finanzabteilungen großer Unternehmen oder Unternehmensberatungen legen bei der Einstellung junger Menschen großen Wert darauf, dass diese bereits vertiefte Kenntnisse über Finanzprodukte haben. Für unsere Studierenden ist der Lehrgang eine große Chance, sich gegenüber ihren Mitbewerbern auf dem Arbeitsmarkt abzusetzen", sagt Müller.

Mit der Prüfung holen sich die Studierenden den Nachweis der beruflichen Eignung als Börsenhändler für EUREX-Derivate wie Optionen und Geldmarkt-Futures. Da die Deutsche Börse AG die entsprechenden Module an der Hochschule Niederrhein als Vorbereitung auf die Prüfung zum zertifizierten Börsenhändler Derivate anerkennt, fällt für die Studierenden lediglich eine Prüfungsgebühr von 200 Euro plus Mehrwertsteuer an.

Für die Prüfung lernen die Studierenden, was ein Derivat ist, wie Handelsstrategien umgesetzt werden können und welche regulatorischen Voraussetzungen zu beachten sind. Für Gerhard Bauer von der Capital Markets Academy sind das Themen, die immer wichtiger werden. "Sogar Kämmerer mittelgroßer Städte müssen heute hochkomplexe Finanzgeschäfte verstehen können", sagt er. "Ein grundlegendes Verständnis über Derivate ist dafür unerlässlich."

Jedes Jahr im Dezember nehmen zwischen fünf und 15 Studierende der Hochschule Niederrhein an dem Lehrgang teil. Um das begehrte Zertifikat zu bekommen, müssen die Studierenden viel Eigeninitiative zeigen: So müssen sie sich die Funktionalitäten des Handelssystems T7 am PC mittels einer Lernsoftware der Deutsche Börse AG selbst aneignen.

(RP)