Mettmann-Sport lässt sich in Oppum früh abhängen

Handball : Mettmann-Sport lässt sich in Oppum früh abhängen

Viele Zeitstrafen und eine schlechte Chancenverwertung machen der Mannschaft von Jürgen Tiedermann das Leben schwer.

TV Oppum – Mettmann-Sport 34:28 (15:12). Die Handballer von ME‑Sport machten es dem Liga-Dritten gleich. „Es ist eine Niederlage, die schmerzt“, sagten die Mettmanner Verantwortlichen nach der Partie. Wie Borussia Mönchengladbach vor einer Woche kam auch die Mannschaft von Trainer Jürgen Tiedermann mit der frühen Anwurfzeit am Sonntag nicht zurecht. Am Ende mussten sich die ME-Sport-Handballer klar mit 34:28 (15:12) geschlagen geben.

Einzig in der Anfangsphase führten die Mettmanner mit 1:0 und 2:1. Anschließend liefen die Gäste stets einem Rückstand hinterher. Sebastian Bednarzik glich nach sechs Minuten zum 2:2 für Oppum aus und brachte seine Farben frühzeitig auf die Siegerstraße. Nach 20 Minuten lagen die Gäste bereits mit 4:9 im Hintertreffen. Sechs Zeitstrafen leisteten sich die Mettmanner in den ersten 17 Minuten. „Die vielen Hinausstellungen haben uns sehr wehgetan. Wir hatten dadurch kaum die Möglichkeit, in den Rhythmus zu kommen, oder im Verbund zu verteidigen“, sagte Moritz Horn, der zudem den vielen ausgelassenen Chancen hinterhertrauerte.

Mit einem knappen Rückstand ging ME-Sport in die Kabine. Trainer Tiedermann, der kurz vor der Pause selbst eine gelbe Karte kassierte, stellte sein Team neu ein. Mit viel Schwung kam es aufs Feld zurück. Klein verkürzte auf 15:17. Mit seiner gewohnt offensiv ausgerichteten Abwehr legte der TV Oppum stets vor. Zwar verkürzten die Mettmanner in Person von Moritz Horn und Stephan Verholen sogar auf 25:26 (52.), der Ausgleich sollte jedoch nicht gelingen. Zu oft scheiterten die Gäste am starken Schlussmann der Krefelder. „Die Zeitstrafen und unsere offensive Abwehrformation kostet immer viel Kraft. Die hat uns am Ende gefehlt“, bilanzierte Horn. „Mit zwei Auswechselspielern fehlten uns auch die Alternativen. Dazu ist Tm Wittenberg angeschlagen in die Partie gegangen“, ergänzte Co-Trainer Andre Loschinski. In der Schlussphase setzten die Mettmanner alles auf eine Karte. Mit einer offenen Manndeckung wollten sie zumindest einen Punkt erkämpfen, erzielten aber selber kein Tor mehr.

„Viele freie vergebene Würfe, zu wenig Durchschlagskraft auf die offensive 3:2:1-Abwehr des Gegners und personelle Engpässe sind die Gründe für die Niederlage“, war Loschinski enttäuscht. Wenigstens Moritz Hebel zeigte im Angriff eine starke Leistung und auch Christopher Königs war bis zu seiner Verletzung in der 40. Minute ein Aktivposten im Mettmanner Spiel.

ME-Sport: Hüttel, Hubicki, Hackmann – Hebel (5/1), Horn (3), Königs (5), Klein (3), Maesch (2), Mandlik (1), Wittenberg (4/1), Verholen (5).