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Derby-Sieg über Mettmann-Sport ist für die Unitas Haan ein Kraftakt

Handball : Derby-Sieg über Mettmann-Sport ist für die Unitas Haan ein Kraftakt

Die Rumpftruppe von ME-Sport hält das Lokalduell in der Handball-Oberliga vor rund 100 begeisterten Zuschauern bis zum Schlusspfiff offen. Dabei muss auch noch Torjäger Christopher Königs früh vom Feld und ins Krankenhaus.

Mettmann-Sport – DJK Unitas Haan 21:23 (11:16). Das Oberliga-Derby entwickelte sich zum erwarteten Handball-Krimi. Am Ende behielten die Unitas-Handballer knapp die Oberhand und erkämpften mit dem Sieg Rang drei zurück. „Wir haben es unnötig spannend gemacht, aber mit zwei Toren gewonnen, das ist das Positive an diesem Abend. Die Mannschaft hat Herz und Moral gezeigt und bis zur letzten Minute gekämpft“, kommentierte Ronny Lasch den Kraftakt. Der Haaner Trainer nannte als Beispiel Marcel Billen, den fünf Minuten vor dem Ende Wadenkrämpfe plagten, und hob zugleich die geschlossene Teamleistung hervor: „Wir punkten als perfekte Mannschaft, haben in den letzten Minuten, als die Mettmanner in Schlagdistanz waren, noch einmal drei Tore erzielt.“ Lasch glaubt, dass die Unitas-Handballer mit dem Erfolg den Klassenerhalt sicher haben und richtet den Blick optimistisch nach vorne: „Wir haben uns wieder ein Spitzenspiel in Mönchengladbach erarbeitet. Ich freue mich darauf. Wenn wir wieder einen auf den Deckel kriegen, dann ist das o.k., aber es ist auf jeden Fall ein weiterer Lernprozess.“ Die Partie beim Spitzenreiter steigt am 5. März (20 Uhr).

  • Lukas Klein (am Ball) kämpfte mit
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Andre Loschinski nahm die dritte Mettmanner Niederlage in Folge gelassen. „Hinten raus war es eng. Man hätte etwas mitnehmen können, aber in der personellen Konstellation war das nicht zu schaffen“, analysiert der Trainer von ME-Sport. Kurzfristig musste auch noch Paul d‘Avoine wegen eines Magen-Darm-Infekts für das Derby absagen. Dazu schied Christopher Königs nach gut zehn Minuten verletzt aus. Der Mettmanner Torjäger knallte im Zweikampf mit dem Kopf auf den Hallenboden und wurde ins Krankenhaus gebracht. Dort diagnostizierten die Ärzte eine schwere Gehirnerschütterung, deshalb ist vorerst Bettruhe angesagt. Angesichts des schmalen Kaders hielten deshalb Tim Wittenberg und Christian Kruse, die beide gerade erst eine Corona-Erkrankung überstanden, 60 Minuten durch.Nur zehn Minuten weniger Spielzeit hatte Jan Schirweit, der sich nach langer Verletzungspause erst wieder auf das notwendige Fitnesslevel bringen muss.

„Auf dem Papier waren wir nicht konkurrenzfähig, aber die Mannschaft hat eine enorme Kraft entwickelt und hatte oft die Möglichkeit zum Ausgleich. Und in der zweiten Halbzeit hat Alexander Riebenau sensationell gehalten“, lobt Loschinski die Vorstellung seiner Truppe und analysiert weiter: „Beim 18:20-Rückstand haben wir verpasst, auszugleichen und in Führung zu gehen, nach dem großartigen Kampf fehlte am Ende aber die Luft. Null Vorwurf an meine Mannschaft, vielmehr ziehe ich den Hut vor dieser Leistung.“

Die Begegnung blieb in der ersten Halbzeit bis zum 6:6 (9.) ausgeglichen, dann verschärften die Unitas-Handballer das Tempo und zogen auf 10:6 (16.) davon. „Wir wussten, dass wir die dezimierten Mettmanner unter Druck setzen mussten“, erklärt Lasch. Die Rechnung der Haaner ging bis zur Pause auf. Nach der 13:10-Führung (27.) vergrößerten sie ihren Vorsprung innerhalb von drei Minuten auf 16:11 und legten nach dem Seitenwechsel noch das 17:11 (31.) nach. Danach war der Angriffsfluss jedoch plötzlich dahin.

Weil die Haaner nun gute Chancen nicht mehr nutzten, brachte Jan Schirweit die Mettmanner wieder auf 16:18 (37.) heran. In der Folge blieben beide Teams sechs Minuten lang ohne Tor, ehe Florian Schlierkamp einen Siebenmeter zum 19:16 (43.) verwertete. ME-Sport kämpfte weiter, verkürzte schließlich auf 19:20 (57.) und hatte beim 20:21 (58.) und 21:22 (60.) weiterhin einen Punktgewinn vor Augen. In den letzten anderthalb Minuten nahmen beide Trainer eine Auszeit. Zehn Sekunden vor dem Abpfiff machte Ole Völker den Haaner Sieg im Herrenhaus klar.