Stadt arbeitet an Konzept für Kinderbetreuung bei Krankheits- und Urlaubszeiten

Kinder- und Jugendhilfeausschuss : Stadt sucht Lösung bei Betreuungsausfall

Der Fachbereich Kinder und Jugend erarbeitet ein Konzept zur verlässlichen Kinderbetreuung, auch in Krankheits- und Urlaubszeiten

An einigen Schulen sind Hol- und Bringzonen eingerichtet worden, wo Eltern parken können, um Kinder aus- und einsteigen zu lassen. Die Schulleitungen der GGS Herzogstraße, Im Kirchfeld und Dönhoffstraße äußerten sich nach ersten Erfahrungen grundsätzlich positiv. Sie sollen jetzt noch ein weiteres Jahr getestet werden. Das wünscht der Kinder- und Jugendhilfeausschuss, der die weitere Vorgehensweise aber den Bezirken überlassen will.

Was passiert, wenn die Kita in den Sommerferien drei Wochen geschlossen ist oder wenn die Tagespflege ausfällt? Dazu wollte Irina Prüm als Vorsitzende des Stadtelternrates verbindliche Regelungen haben. Nach Einschätzung der Eltern müsse die Kommune ein Vertretermodell erarbeiten, das bei Personalausfällen in Tagespflegeeinrichtungen greift.

Außerdem müsse es eine überbrückende Betreuungsmöglichkeit an den Schnittstellen zwischen Tagespflege und Kindergarten, beziehungsweise Schulbeginn geben. und Alternativen für die Dauer der dreiwöchigen Betriebsferien in Kitas. „Das Problem ist angekommen“, versicherte Fachbereichsleiterin Angela Hillen und versprach eine entsprechende Vorlage für die nächste Sitzung, die bereits in Arbeit sei. Grundsätzlich versuche man, in den Stadtteilen Vertretung zu bekommen, „das klappt aber nicht immer“.

Für solche Notsituationen gebe es an der Sandstraße einen Raum, wo Vertretung laufen könne, um gerade das Problem aufzufangen, wenn es keine gegenseitige Vertretung über 450-Euro-Kräfte gibt. Es sei geplant, eine solche Stelle dauerhaft einzurichten. Stefan Baake (Grüne) will dazu Informationen über die Kosten und wozu die Stadt tatsächlich verpflichtet ist. „In der Tagespflege sind wir verpflichtet, ein Vertretermodell aufzustellen“, sagt Hillen. Auch für die Urlaubszeiten der Städtischen Kitas muss im Bedarfsfall Ersatz geschaffen werden. Die Freien Träger seien dafür jeweils selbst verantwortlich.

Erfreuliche Nachrichten hatte Hillen für Familien in Alkenrath. Für das Gelände der Evangelischen Kirche habe sich ein Investor für den Bau einer achtgruppigen Tageseinrichtung gefunden. Die Evangelische Kirche will die Einrichtung dann betreiben. Fortschritte gebe es auch bei der Planung einer sechsgruppigen Einrichtung in Manfort, die im Baukastensystem in die evangelische Kirche eingepasst werden solle.

Grundsätzlich müssten Jugendhäuser geschützte Räume sein, da sollten keine öffentlichen politischen Veranstaltungen stattfinden, meinte Stefan Baake. Es sei auch nicht förderlich, wenn die Jugendlichen erleben, dass die Mitarbeiter vor Ort politische Veranstaltungen unterstützten. Damit griff er nochmals die Bedenken auf, die schon einmal diskutiert worden waren, um möglichen Anfragen extremer Gruppierungen vorzubeugen. Trotz der Argumente fand sich im Ausschuss keine Mehrheit für den Vorschlag der Verwaltung, bei den Jugendhäusern Lindenhof und Schöne Aussicht eine Nutzung durch politische Parteien ausdrücklich zu verbieten.

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