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Hospiz in Leverkusen soll 2020 fertig sein

Spende der Sparkasse : Hospiz soll im Herbst 2020 fertig sein

Sparkasse spendet 10.000 Euro für das Projekt. Zwölf schwerstkranken Menschen bietet es ein letztes Zuhause.

Mit einer Spende von 10.000 Euro beteiligt sich die Sparkasse Leverkusen an den Kosten der neuen Küche im künftigen Hospiz. Derzeit laufen die Bauarbeiten für das dreigeschossige Gebäude in Steinbüchel, das ab Herbst 2020 zwölf schwerstkranken und sterbenden Menschen ein letztes Zuhause bieten soll.

Vor der Baustelle an der Bruchhauser Straße in Steinbüchel überreichte der stellvertretende Vorstandsvorsitzende Markus Grawe am Donnerstag bei strahlendem Sonnenschein den symbolischen Scheck. Noch ist von dem künftigen Hospiz nichts zu sehen, Bagger tragen Erdreich ab. Nur ein Bild auf dem großen Baustellenschild lässt erahnen, wie es in wenigen Monaten hier zwischen Bruchhauser- und Steinbücheler Straße aussehen wird.

„Uns ist wichtig, dass das Haus, die Zimmer und die Einrichtung so gemütlich und heimelig wie möglich zu gestalten“, sagte Christoph Meyer zu Berstenhost, Projektleiter von PalliLev. Er freute sich besonders über die Spende der Sparkasse, die für eine neue Küche für das Hospiz vorgesehen ist. „Für ein Hospiz ist es schon etwas Außergewöhnliches, eine eigene Küche zu haben.“ Für gewöhnlich würden solche Einrichtung eher mit Essen beliefert. „Aber für ein solch kleines Haus wie unseres bedeutet eine eigene Küche ein Stück Lebensqualität.“ Ein gutes Essen sei auch für Sterbende noch wichtig und Wünsche äußern zu können ebenso. „Mit der eigenen Küche können wir flexibel und individuell auf die Wünsche der Bewohner reagieren.“ Die sollen schließlich selbst entscheiden, wann sie essen wollen. „Und wenn sie zwischendurch Lust auf Milchreis bekommen, dann soll auch das möglich sein.“

Für Grundstück und Bau kommt die HKM Stiftung auf. Rund fünf Millionen Euro haben Heike und Klaus Müller als Stiftungsvorstand in das künftige Hospiz investiert. Eine Herzensangelegenheit, wie Klaus Müller berichtete: „Wir haben als Unternehmer und Familie immer Geld gespendet, aber nie so recht verfolgen können, was damit passierte.“ Durch den Kontakt zu PalliLev beschloss das Ehepaar diesmal anders zu helfen, kaufte das Grundstück in Steinbüchel und lässt das Haus bauen, das PalliLev künftig nutzen wird.

Ehepaar Müller und der Stiftung sind PalliLev zu Dank verpflichtet, äußerte Geschäftsführer Manfred Klemm. „Aber auch der Nachbarschaft.“ An anderer Stelle hätten sich Anwohner gegen ein Hospiz ausgesprochen. „Doch genau das ist unser Anliegen“, äußerte Meyer zu Berstenhorst. „Ein Hospiz gehört, wie Leben und Tod, nicht in irgendein Industriegebiet oder in den Wald, sondern mitten ins Stadtgebiet.“ PalliLev sammelt weiter Spenden. 70.000 Euro sind geflossen,  Zusagen über 60.000 Euro gibt es.