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Dorfgemeinschaft Golkrath spendet 7000 Euro an Erkelenzer Hospiz

900-Jahr-Feier von Golkrath mit BigBand-Konzert : Dorfgemeinschaft spendet 7000 Euro an Hospiz

„Es war viel Arbeit, hat uns aber auch viel Spaß gemacht. Wenn dabei dann noch so ein Ergebnis herauskommt, ist das gleich doppelt schön.“ Mit diesen Worten übergaben Klaus Füßer und Heinz-Peter Kehren 7000 Euro an das Hospiz der Hermann-Josef-Stiftung in Erkelenz.

Zusammengekommen war diese Summe bei einem Benefizkonzert der BigBand der Bundeswehr, das im vergangenen Dezember von der Dorfgemeinschaft Golkrath zur 900-Jahr-Feier ihres Ortes in der Stadthalle organisiert worden war.

In enger Zusammenarbeit mit Hans-Heiner Gotzen, Christoph Stolzenberger und Christina Meyersieck von der Kultur GmbH war dieses hochklassige Spendenkonzert organisiert worden. Dass damit das Erkelenzer Hospiz unterstützt werden soll, sei von Beginn der Planungen klar gewesen, berichtete Kehren: „Eine Einrichtung, die man nicht weit genug in den Vordergrund rücken kann.“

Obwohl das Sterben für viele Menschen ein Thema ist, mit dem sie sich nicht gerne befassen, nehmen die Mitarbeiter des Hospizes ihre Arbeit keineswegs als bedrückend wahr. Im Gegenteil. „Die Stimmung im Hospiz ist sehr lebendig. Es ist eine sehr dankbare und befriedigende Aufgabe, unseren Besuchern die letzten Tage so gut wie möglich zu gestalten. Es ist eine schöne Aufgabe“, sagte Hospizleiterin Christine Ide. Viele Ängste von Angehörigen oder Bewohnern würden verfliegen, sobald sie einen Fuß in das Hospiz gesetzt haben. Aus diesem Grund haben Christine Ide und der Verwaltungsdirektor der Hermann-Josef-Stiftung, Jann Habbinga, es sich zur Aufgabe gemacht, das Tabu Stück für Stück aufzubrechen. „Unsere Gesellschaft hat das Sterben als Thema verdrängt. Es ist aber Teil des Lebens, und man muss darauf vorbereitet werden“, sagte Habbinga. Ein Konzert wie das der Dorfgemeinschaft Golkrath zugunsten des Hospizes mit der BigBand der Bundeswehr helfe aber sehr, das Sterben wieder stärker zum Thema zu machen.

Habbinga zeigte sich bei der Spendenübergabe dankbar und betonte die Bedeutung der Spende: „Um die laufenden Kosten decken zu können, sind wir jährlich auf etwa 100.000 Euro an Spenden angewiesen.“ Die 7000 Euro aus Golkrath, zu denen auch zwei Privatspender und die Dorfgemeinschaft beigetragen haben, sei „eine schöne Basis für das noch neue Jahr“.

(dim)