Hygienetag am Leverkusener Klinikum

Klinikum : Wanderpokal für die Hygiene-Meister

„Aktion saubere Hände“ – Mitarbeiter des Klinikums zeigen, warum richtige Desinfektion so wichtig ist.

Hygiene ist ein zentrales Thema in der Krankenhauswelt. Insbesondere die Handdesinfektion gehört zu den alltäglichen Dingen, so wie das Anschnallen beim Fliegen oder Autofahren, erklärt der Ärztlicher Direktor des Klinikums, Jürgen Zumbé am Donnerstag. Die Handdesinfektion dürfe nicht in der Routine des Arbeitsalltags untergehen. Aus dem Grund hat das Team der Krankenhaushygiene zum Aktionstag „Saubere Hände“ sich etwas Neues einfallen lassen. Mit einem kleinen Sketch macht es darauf aufmerksam, wie richtige Handdesinfektion funktioniert. „Wir wollen mal etwas Neues probieren, um den Kollegen das Thema auf andere Art nahe zu bringen“, berichtet Brigitte Müller vom Team Krankenhaushygiene.

Eine weitere Premiere feierte der Wanderpokal für die Station mit der höchsten Handdesinfektionsrate. Die Stroke-Unit des Klinikums, die  sich um Schlaganfallpatienten kümmert, konnte sich bei der ersten Vergabe durchsetzen. „Wir wollen den Ehrgeiz aller 43 Stationen im Krankenhaus wecken, um noch mehr auf sorgfältige Handdesinfektion zu achten“, erklärt Müller. Das Team der Krankenhaushygiene kümmert sich im Alltag vor allem um die Aus- und Fortbildung der Kollegen.

Das Klinikum Leverkusen legt schon seit vielen Jahren großen Wert auf Hygiene und Handdesinfektion und erhielt das Hygienezertifikat, des „mre-netz regio rhein-ahr“. Das MRE-Netz ist eine Beratungsstelle für Krankenhäuser und Personen, die sich eingehend mit dem Thema der  multiresistenten Erregern (MRE) beschäftigen wollen. Diese Beratungsstellen gibt es deutschlandweit, und sie arbeiten mit Gesundheitsämtern und Krankenhäusern eng zusammen, um die MRE einzudämmen. Liane Marciano vom MRE-Netz ist stolz auf die Arbeit des Klinikums Leverkusen und die neue Herangehensweise an das Thema Handdesinfektion. Um die multiresistenten Erregern aber noch besser bekämpfen zu können, müssen nicht nur die Pfleger auf ihre Hygiene achten, sondern auch Besucher und die Patienten selbst. Denn durch richtige Handdesinfektion können rund ein Drittel alle Infektionen vermieden werden. Dadurch wird auch der Einsatz von Antibiotika deutlich reduziert, erklärt Marciano.

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