Reusraths Kapitän ist der ewige Steinhäuser

Fußball : Reusraths Kapitän ist der ewige Steinhäuser

Er spielt und spielt und spielt. Martin Steinhäuser, Kapitän des Fußball-Bezirksligisten SC Reusrath (SCR), hängt ein weitere Saison dran. Dies war der ausdrückliche Wunsch von Trainer Ralf Dietrich, der mit dem 35 Jahre alten Routinier ein ausführliches Gesoräch hatte – und nun werden beiden demnächst in ihre vierte gemeinsame Saison gehen.

Insgesamt ist der Allrounder nun aber schon seit 16 Jahren in Reusrath zu Hause und sein Ehrgeiz verlangt, dass er nach zwei dritten Plätzen alles dafür geben will, dass der SCR zum ersten Mal in seiner Vereinsgeschichte den Aufstieg in die Landesliga schafft.

Der kopfballstarke Mittelfeldspieler fühlt sich derzeit wie im besten Fußballer-Alter. Logisch: Er konnte wieder eine herausragende Saison abliefern, weil er topfit ist. „Ich fühle mich pudelwohl beim SCR, aber jetzt muss unsere Vorgabe klipp und klar der Aufstieg sein. Wir verfügen über eine eingespielte Mannschaft, die effektiv verstärkt wurde. Bei Disziplin, Einstellung und Konzentration ist meines Erachtens eine Steigerung möglich – deshalb auch der Titel“, findet der gebürtige Dürener.

In der Jugend war er in der Eifel und beim TuS Rheindorf aktiv, bevor er in den Seniorenbereich der Reusrather wechselte.“ Dass aus dem möglichen Aufstieg nichts wurde, sieht Steinhäuser als eigenverschuldet an, weil es seiner Ansicht nach in den oben aufgeführten Punkten Defizite gab: „Jeder Spieler hat eine Verantwortung gegenüber den Verantwortlichen, den Mannschaftskameraden und sich selbst.“ Der Projektmanager im IT-Bereich vermisste in einigen Spielen die nötige Leistungsbereitschaft.

Steinhäuser ist froh, dass er über eine große Akzeptanz im Team verfügt: „Es beflügelt definitiv, wenn die Jungs erklären, dass ich weiter dringend gebraucht werde.“ Zwingend seien zudem eine entsprechende körperliche Verfassung und das Vertrauen in die eigene Leisung. „Wenn es spielerisch nicht läuft, müssen zumindest Einsatzbereitschaft und Willen vorhanden sein“, betont Steinhäuser, dessen Bruder Fabian (27) seit vier Jahren eine Stütze in der Defensiv-Abteilung ist.

„Wir sind froh und glücklich, dass uns Martin für mindestens ein weiteres Jahr erhalten bleibt, weil er mit seiner großartigen Einstellung immer vorangeht und einen sehr großen Einfluss auf die anderen hat“, erkärt Dietrich. Der SCR-Coach hebt besonders hervor, dass Steinhäuser deutliche Anweisungen gibt und mit seinen Worten gleichzeitig motiviert. So ist das bei einem Fußballer aus Leidenschaft manchmal: Er spielt und spielt und spielt.

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