Reusrath gewinnt mäßiges Lokalduell

Fußball : Reusrath gewinnt mäßiges Lokalduell

Der Bezirksligist wahrt mit dem 3:1 beim HSV Langenfeld seine Chancen zum Aufstieg in die Landesliga.

Das Lokalderby in der Fußball-Bezirksliga stand auf einem mäßigen Niveau und im Zeichen der Taktik, brachte dem Aufstiegs-Anwärter SC Reusrath (SCR) aber ein Happy End, denn das Team von Trainer Ralf Dietrich gewann das Duell zwier personell arg geschwächter Teams mit 3:1 (1:1). Obwohl HSV-Coach Daniel Gerhardt nach der ersten Heimniederlage seit Langem einem verlorenen Punkt hinterhertrauerte, kann Langenfeld mit der Gesamt-Situation weiter gut leben – denn er ist als Aufsteiger auf Rang acht mit 41 Punkte praktisch schon gerettet. Der auswärts in dieser Saison weiter ungeschlagene SCR konnte auch aufgrund der Ergebnisse bei der Konkurrenz etwas Boden gutmachen. Gewinnen die Reusrather (52 Zähler) am Ostermontag (15 Uhr, Sportpark) auch gegen den Viertletzten SC Radevormwald, rücken sie noch dichter an den Ersten SV 09/35 Wermelskirchen (58) und an Zweiten TSV Ronsdorf heran (56). Der HSV kann durch einen Sieg beim Elften ASV Wuppertal sogar ins obere Tabellendrittel klettern (Ostermontag, 15 Uhr).

Im ersten Durchgang gab es eine Partie mit ein paar Halbchancen, bei denen die starken Keeper Christian Cyrys (HSV) und Tim Hechler (SCR) jederzeit auf dem Posten waren. Dann segelte in der 35. Minute ein weiter Freistoß von Jens Weidenmüller an allen vorbei – bis zu Severin Krayer fand, der sich die Ecke zum 1:0 für Langenfeld aussuchen durfte. Als Knackpunkt bezeichneten die beiden befreundeten Trainer nach dem Schlusspffiff den Ausgleich der Gäste, als der agile Florian Franke nach einer Ecke eine Flanke in den Strafraum gab und SCR-Regisseur Manuel Naß das 1:1 erzielte (45.). In der Pause fand SCR-Obmann Stephan Kremmers deutliche Worte: „Trotz der Personalmisere beider Teams fehlt der Spirit eines Lokalderbys. Es fehlt definitiv die Leidenschaft.“

Anschließend schalteten beide Mannschaften zwar einen Gang höher, doch die Abwehrreihen blieben in der Regel dominierend. Die Entscheidung gab es auf der Zielgeraden, als der Schiedsrichter nach einer Aktion gegen SCR-Kapitän Martin Steinhäuser einen umstrittenen Freistoß gab. Franke legte sich das Spielgerät trotzdem in zentraler Position zurecht und besorgte aus 20 Metern Entfernung das 2:1. In der Folgesetzten die Gastgeber alles auf eine Karte, doch dieser Schuss ging nach hinten los. Reusraths Giorgi Kiknadze eroberte den Ball auf der linken Seite und bediente mitr einem schönen Diagonalpass den Teamkollegen Luca Piatkowski – 3:1 (80.). er aus halblinker Position zum vielumjubelten 3:1 in die rechte Ecke eiskalt vollendete (80.).

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