Aufstiegskampf: Reusrath ist heiß auf „Finale“

Fußball : Aufstiegskampf: Reusrath ist heiß auf „Finale“

Der Bezirksligist hat auf Rang drei zwei Punkte weniger als der TSV Ronsdorf – der am Sonntag in den Sportpark kommt.

Im Rheinland verbinden viele Menschen mit dem 11. November des vergangenen Jahres vor allem den Beginn der Karnevalssession. Wenn sich aber Trainer Ralf Dietrich an den Tag zurückerinnert, muss er eher an den furiosen 5:2-Sieg des Fußball-Bezirksligisten SC Reusrath (SCR) beim TSV Ronsdorf denken. „Obwohl der Sieg ein oder zwei Tore zu hoch ausgefallen ist, haben wir eine überragende Vorstellung gezeigt“, sagt der Coach, dessen Team damals den TSV an der Tabellenspitze ablöste. Nun treffen sich die beiden Top-Klubs am Sonntag (15.15 Uhr, Sportpark Reusrath) auf der Zielgeraden der Rückrunde erneut. Und die Situation ist für beide etwas schlechter, aber immer noch durchaus gut.

Hinter dem Spitzenreiter SV 09/35 Wermelskirchen (69 Punkte) stehen die Ronsdorfer (63) auf Rang zwei, der am Ende der Saison zur Teilnahme an einer Aufstiegs-Qualifikation berechtigt. Dann folgt Reusrath (61) als Dritter. „Wir wollen unbedingt gewinnen und den zweiten Platz erreichen. Ronsdorf verfügt zwar über eine stabile Mannschaft und will mit aller Kraft aufsteigen, aber auch wir verfügen über viel Qualität“, betont Dietrich.

Weil die schnellen Angreifer Nils Kaufmann (Zerrung) und Moritz Kaufmann (Kreuzbandriss) ausfallen werden, kommt es in der Offensive nicht zuletzt auf den aufstrebenden Luca Piatkowski an. Zuletzt trug der 20 Jahre junge Stürmer die ersten beiden Treffer der Reusrather zum 4:1-Erfolg über den Abstiegskandidaten TV Dabringhausen bei. „Wir sind von Luca angetan und hätten ihm eine solche Steigerung in seiner Entwicklung nicht zugetraut“, gibt Dietrich zu. Piatkowski arbeitet nicht nur viel für die Mannschaft, sondern er besitzt auch einen ausgeprägten Torinstinkt. Unter dem Strich ist für Reusrath klar: Bei einem Sieg ist weiter alles drin in Sachen Landesliga, bei einem Unentschieden bleibt immerhin ein Stück Hoffnung – und bei einer Niederlage wäre der Traum vom Aufstieg so gut wie sicher vorbei.

Der SSV Berghausen will unter die besten fünf kommen, aber die Mannschaft von Trainer Patrick Michaelis steht momentan als Sechster aufgrund der schlechteren Tordifferenz mit 49 Zählern knapp hinter dem punktgleichen Nachbarn HSV Langenfeld. Nach vorher acht Zählern aus vier Spielen ohne Niederlage musste sich der SSV ausgerechnet im Lokalderby gegen die Sportfreunde Baumberg II (SFB) geschlagen geben (1:2).

„Die Niederlage war sehr ärgerlich, weil die Jungs wieder einmal Vollgas gegeben haben. Meiner Mannschaft kann ich keinen Vorwurf machen. Wir müssen einfach weiterhin so gut spielen wie in den letzten Wochen“, fordert Michaelis, dessen Team am Sonntag (15.15 Uhr, Baumberger Straße) auf das abgeschlagene Schlusslicht SV Jägerhaus Linde trifft.

Baumberg II hat inzwischen hervorragende Chancen auf den Klassenerhalt, denn drei Spieltage vor dem Saisonende liegt der Zwölfte (39 Zähler) sechs Punkte vor der Abstiegszone. Durch einen Erfolg am Sonntag (15.30 Uhr) beim Vorletzten 1. SpVg. Solingen-Wald 03 könnte Baumberg vorzeitig alle Zweifel an der Rettung beseitigen.

Der HSV Langenfeld, der eine hervorragende Saison spielt steht vor einer großen Herausforderung, denn er trifft am Sonntag (15.15 Uhr, Burgstraße) auf den Spitzenreiter Wermelskirchen. Nach dem 11:2 in Linde will das Team von Trainer Daniel Gerhardt dem Favoriten auf die Meisterschaft Paroli bieten und eine weitere Top-Leistung zeigen.

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