Enge Kiste: HSV-Frauen scheitern im Pokalfinale

Fußball : Enge Kiste: HSV-Frauen scheitern im Pokalfinale

Landesligist Langenfeld macht es spannend, verliert aber gegen Britannia Solingen aus der Niederrheinliga knapp mit 2:3.

Der Traum ging für die Fußball-Frauen des HSV Langenfeld wieder nicht in Erfüllung, denn auch bei der vierten Endspiel-Teilnahme im Kreispokal gab es eine Niederlage gegen einen Kontrahenten aus der Niederrheinliga. Im Walder Stadion zeigte das Team von Volker Bochnia und Gerd Herhalt als Außenseiter aus der Landesliga viel Einsatz, verlor aber mit 2:3 (1:2) gegen den SV Eintracht Solingen. Große Vorwürfe wollten die Trainer ihren Spielerinnen allerdings nicht machen: „Wir waren nah dran, sehr viel näher als bei den zurückliegenden Final-Teilnahmen. Das Team hat einen enormen Kampfgeist und Willen gezeigt. Gerade in den letzten Minuten kam die Eintracht ins Schwimmen. Mit etwas Glück bei den Abschlüssen hätten wir Solingen in die Verlängerung zwingen können“, fand Bochnia.

Solingen begann stark und der HSV konnte sich zunächst kaum in Szene setzen – bis ein Befreiungsschlag alles änderte. Langenfeld rückte hier sofort nach, setzte die Defensive der Gastgeberinnen unter Druck – und profitierte dann vom Missverständnis zwischen einer Innenverteidigerin und der Britannia-Keeperin. Das nutzte Jacqueline Rose, die den Ball im Zweikampf gewann und zum 1:0 (13.) ins leere FC-Tor traf. Solingen schüttelte seine spürbare Überraschung allerdings schnell ab, sodass sich der HSV nicht lange über die Führung freuen konnte. Der Foul-Elfmeter zum 1:1 (18.) war zudem korrekt.

Pech hatten die Gäste in der 31. Minute, nachdem sie gerade etwas besser zur Geltung gekommen waren. Im Anschluss an eine Ecke landete der Ball nach einem Gerangel an der Torlinie irgendwie zum 1:2 im HSV-Kasten und der Unparteiische gab den Treffer nach einem kurzen Gespräch mit seinem Assistenten an der Linie – der kein Foul gesehen hatte.

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Der Landesligist begann die zweite Halbzeit offensiver und kam zu guten Szenen, geriet allerdings mit 1:3 (63.) ins Hintertreffen. Die Reaktion folgte schnell: Die Trainer stellten das Team hinten auf eine Dreierkette um und Langenfeld spielte vorne ab jetzt mit drei Stürmern. Einen Gegenstoß über die rechte Seite konnte Larissa Herhalt dann zum 2:3 (79.) verwerten und es entwickelte sich eine spannende Endphase.

Die Gäste riskierten für die restlichen Minuten alles, während die Britannia vor allem den knappen Vorsprung verteidigen wollte – was ihr unter dem Strich auch gelang. Den Langenfelderinnen fehlte etwas das Glück im Abschluss, sodass der Triumph im Kreispokal erneut an die Eintracht aus Solingen ging.

Obwohl das erhoffte Happy End ausblieb, blickt der HSV insgesamt auf eine sehr starke Saison zurück. Der Landesliga-Aufsteiger sicherte sich zuerst sehr frühzeitig den Klassenerhalt und landete in der Abschluss-Tabelle mit 41 Punkten auf dem vierten Platz. Hinzu kam das Erreichen des Endspiels im Kreispokal, das bis zum Abpfiff spannend blieb. Die Langenfelderinnen haben schon jetzt Lust auf mehr – aber erst nach einer sechswöchigen Pause. Mit dem Beginn der Sommer-Schulferien starten Team und Trainer dann mit der Vorbereitung auf die Saison 2019/2020.

HSV Langenfeld: Doege, Busch, Rose, Herhalt (80. Stutz), Mager, Keppner, Northcote (67. Schwarz), Glass, Hutter, Hein, Schnatenberg.

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