Mittelrheinliga: Der FC Wegberg-Beeck schlägt Viktoria Arnoldsweiler 3:0.

Fußball : Beecks Heimweste ist weiterhin blütenweiß

Mittelrheinliga: Der FC schlägt Arnoldsweiler 3:0 und feiert im zehnten Heimspiel den zehnten Sieg. Lambertz (2) und Wilms treffen.

Viktoria Arnoldsweiler bleibt so etwas wie der Lieblingsgegner des FC Wegberg-Beeck. 15 Pflichtspiele hatten die langjährigen Kontrahenten bis Samstag gegeneinander gespielt. 14 davon gewann der FC, eine die Viktoria. Im Waldstadion schlugen die Gastgeber die Viktoria nun 3:0 und schraubten die Bilanz damit auf 15:1. Im zehnten Heimspiel der Saison feierte Beeck so auch den zehnten Sieg – bei stolzen 26:3 Toren.

Nach einer Wiederholung des 3:0-Hinspielresultats hatte es zunächst aber nicht ausgesehen. Beeck begann fahrig, erlaubte sich mehrere Schnitzer, die die Viktoria aber nicht bestrafen konnte. „Da haben wir mehrfach Glück gehabt, dass es Arnoldsweiler nur bis 20 Meter vor dem Tor gut gemacht hat“, räumte Beecks Coach Friedel Henßen ein. Den ersten größeren Stellungsfehler leistete sich Beeck schon nach 30 Sekunden – ein Arnoldsweiler „verdaddelte“ den Ball im Strafraum dann allerdings. Was Viktorias sehr umgänglicher Trainer Thomas Virnich, der noch lange nach dem Spiel im Stadionzelt zugegen war, ebenso lautstark wie verärgert so kommentierte: „Spiel’ den Ball doch vor die Hütte!“

Genau das tat Beeck sehr schön in der 26. Minute. Armand Drevina spielte den Ball in die Gasse auf Marius Müller, dessen präzise flache Hereingabe drückte Thomas Lambertz über die Linie – mit dem ersten sehenswerten Angriff ging der Tabellenführer sogleich in Führung. Bis zur Pause spielte Beeck nun gefällig, garniert von zwei herausragenden Standards. Shpend Hasani nagelte einen Freistoß ans Lattenkreuz (30.) und war dann vier Minuten später Wegbereiter des 2:0. Seine präzise Freistoßflanke köpfte Sebastian Wilms ein (34.) – sein fünftes Saisontor. „Ich hatte ja schon länger nicht mehr getroffen. Es wurde also mal wieder Zeit“, merkte der Spielführer dazu an, der Beecks Spiel zudem immer wieder energisch antrieb.

Direkt nach der Pause war der Drops dann auch schon gelutscht: Auf Drevina-Zuspiel schnürte Lambertz seinen Doppelpack, traf zum 3:0 (47.) – sein siebtes Saisontor. Womit „Lumpi“ nach seiner Verletzungspause ein prima Comeback feierte. Im Vollbesitz seiner Kräfte sei er aber noch nicht ganz gewesen, räumte Lambertz ein. „Daher habe ich den letzten Sprint auch rausgelassen.“ Sekunden vor seiner Auswechslung vergab er zudem noch das 4:0 (67.). „Schade, das wäre mein erster Dreierpack gewesen.“

Im Anschluss passierte nicht mehr viel, brachte Beeck den Dreier völlig ungefährdet nach Hause. „Die 20 Minuten vor der Pause waren unsere beste Phase. Danach haben wir es gut runtergespielt“, meinte Henßen. Als aufgeräumter Verlierer zeigte sich Virnich: „Um hier heute was zu holen, hätte bei uns alles passen müssen. Das war aber eben nicht der Fall. Uns sind heute die Grenzen aufgezeigt worden, nachdem wir in der Anfangsphase unsere Chancen nicht genutzt hatten.“

Im Unterschied zur Vorwoche in Hürth, als er zumindest in der ersten Halbzeit Beecks größter Aktivposten war, blieb Aleksandar Pranjes diesmal über 90 Minuten blass – und machte daraus auch keinen Hehl: „Mir ist nicht viel geglückt. Die Jungs haben mich heute mit durchgezogen.“

Beeck: Zabel – Zayton, Leersmacher, Wilms, Müller – Chakroun, Drevina (79. Braun) – Pranjes, Lambertz (68. Lukic), Fujiyoshi – Hasani

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