Fußball-Mittelrheinliga: FC Wegberg-Beeck erwartet Viktoria Arnoldsweiler

Regionalliga-Aufstiegskampf : Beeck will den zehnten Heim-Streich

Mittelrheinliga: Der FC spielt daheim gegen Arnoldsweiler – zur ungewohnten Zeit: Anstoß ist am Samstag um 18 Uhr. Die Personalsituation ist weiterhin prekär. Coach Henßen hofft aber noch auf die Einsätze von Lambertz und Thelen.

Den bereits drei Auswärtsniederlagen in diesem Jahr zum Trotz: Daheim ist Mittelrheinliga-Tabellenführer FC Wegberg-Beeck weiterhin eine Macht, hat bislang alle neun Spiele im Waldstadion auch gewonnen. Nummer zehn soll am Samstag folgen: Um 18 Uhr wird die Partie gegen Viktoria Arnoldsweiler angepfiffen.

Die ungewohnte Zeit ist rasch erklärt: Am Sonntag wollte Beeck wegen des anstehenden Heimspiels von Borussia Mönchengladbach gegen Werder Bremen nur sehr ungern spielen. Und heute Abend, zum Beecker Lieblingstermin Freitagabend, wäre es für einige Arnoldsweiler Akteure sehr knapp geworden – so auch für deren Coach Thomas Virnich. Der gehört zu den Menschen, die auch an einem Freitag länger arbeiten müssen.

Da sich beide Vereine – und ganz besonders auch die beiden Trainer – schon lange sehr gut verstehen, einigte man sich kurzerhand auf diesen Termin. „Samstagnachmittag ging wegen der Jugendspiele in Beeck leider nicht, daher mussten wir auf den frühen Abend ausweichen“, erläutert Beecks Trainer Friedel Henßen – die Teams treten also fast parallel zum Bundesligagipfel Bayern gegen Dortmund an.

„Das ist uns aber egal, wir konzentrieren uns voll auf unser Spiel, und das müssen wir unbedingt gewinnen“, sagt Henßen – und nennt einige Dinge, die seine Jungs weit besser machen müssen als bei der verdienten 1:3-Niederlage am vergangenen Freitag in Hürth: „Wir müssen wieder mit mehr Risikofreudigkeit nach vorne spielen, Überzahl im Mittelfeld herstellen und so Räume für vorne schaffen.“

Personell sieht es aber weiterhin sehr bescheiden aus. Sicher ist nur, dass Riad Chakroun nach abgesessener Gelbsperre wieder zur Verfügung steht. Große Fragezeichen stehen dagegen hinter den Einsätzen der angeschlagenen Thomas Lambertz und Stefan Thelen. „Das wird bei beiden eine Punktlandung werden“, vermutet Henßen. Neben den vielen Langzeitverletzten wird in den kommenden Wochen zudem Nils Hühne fehlen: Der Innenverteidiger hat für seine Rote Karte kurz vor Schluss in Hürth wegen groben Foulspiels eine Sperre bis zum 26. April bekommen.

Das Hinspiel in Arnoldsweiler gewann Beeck 3:0. Ein kurioses Eigentor (ein versuchter Rückpass zum Keeper ging ins Tor) brachte Beeck auf die Erfolgsstraße, danach folgten zwei Tore nach Standards durch Shpend Hasani und Sebastian Wilms. „Daran sieht man: Aus dem Feld sind wir da nicht für Fehlverhalten bestraft worden“, sagt Virnich. Der durfte sich am vergangenen Spieltag endlich über den ersten Heimsieg der Saison freuen: Die Viktoria schlug den guten Aufsteiger SV Deutz nach Rückstand noch mit 2:1, nachdem es zuvor in einem packenden Spiel schon zu einem beachtlichen 3:3 gegen Hürth gereicht hatte. Dank dieser vier Punkte hat das Team aus dem Dürener Stadtgebiet den letzten Tabellenplatz verlassen, liegt nun nur noch zwei Zähler hinter dem rettenden Ufer. „Fünf Tore in zwei Spielen: Das war uns in der Hinrunde nie gelungen. Diese beiden Partien haben gezeigt, dass wir doch in der Lage sind, ordentlich zu treffen“, stellt Virnich erleichtert fest.

Daraus schöpft er – auch ein wenig schmunzelnd – Mut für den morgigen schweren Gang zum Tabellenführer: „An irgendetwas muss man sich ja klammern, und Beeck muss nicht ausgerechnet gegen uns wieder bei 100 Prozent sein.“ Dass dies der FC in Hürth mit Sicherheit nicht war, davon überzeugte sich Virnich vor Ort. „Da hat Beeck in der Tat ungewohnt viele Fehlpässe produziert.“ Den Ärger Henßens über einige Schiedsrichter-Entscheidungen könne er aber gut nachvollziehen, sagt Virnich: „Einige strittige und wichtige Situationen hätte man zweifellos auch anders bewerten können.“

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